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Do, 20.07.2006 17:40
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pte20060720045 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie

Baustart für größtes Solarkraftwerk der Welt

Andasol 1 soll Strom für 200.000 Spanier erzeugen

Erlangen/Aldeire (pte045/20.07.2006/17:40) - Die Solar Millennium AG http://www.solarmillenium.de hat heute, Donnerstag den Grundstein für das erste solarthermische Parabolrinnen-Kraftwerk Europas im südspanischen Andalusien gelegt. Das Kraftwerk Andasol 1 wird mit einer Kollektorfläche von 510.000 Quadratmetern gleichzeitig das größte Solarkraftwerk weltweit sein. Mit 179 Gigawattstunden erzeugtem Strom pro Jahr sollen nach einer Bauzeit von zwei Jahren in Zukunft rund 200.000 Menschen mit Strom vorsorgt werden. Auch für die beiden weiteren Andasol Kraftwerke, die in Spanien errichtet werden, wurden bereits Finanzierungspartner gefunden. Andasol 1 kostet insgesamt 300 Mio. Euro. Als Partner konnte der spanische Baukonzern ACS/Cobra-Gruppe gewonnen werden, der sich mit 75 Prozent an der Besitzgesellschaft Andasol 1 S.A. beteiligt hat. Die übrigen 25 Prozent hält eine deutsche Investorengruppe, die durch Solar Millennium vertreten wird.

"Solarkraftwerke, die von uns entwickelt werden, werden in Zukunft hauptsächlich in Regionen errichtet, in denen die Projekte auch finanzierbar sind. Hierbei sind auch stabile politische Rahmenbedingungen von großer Wichtigkeit," erklärt Mathias Drummer, Vorstandsmitglied von Solar Millennium, im Gespräch mit pressetext. Eine Einspeisevergütung helfe zum Beispiel dabei, Projekte dieser Art zu finanzieren. In Spanien ist diese auf 25 Jahre gesetzlich garantiert und beträgt rund 21 Euro-Cent pro Kilowattstunde. In Afrika sei eine derartige Finanzierung beispielsweise nicht möglich. Trotzdem haben Solarkraftwerke auch auf diesem Kontinent eine große Zukunft vor sich. "Für Solar Millennium als reinem Technologiegeber ist Afrika als Markt neu hinzugekommen. Wir sind hier zurzeit an drei Ausschreibungen beteiligt," so Drummer. Als Entwickler von Solarkraftwerken wie Andasol 1 seien im Moment jedoch die Gebiete Spanien, USA und China für Solar Millennium von vorrangiger Bedeutung. In den USA werden Parabolrinnen-Kraftwerke bereits seit 20 Jahren eingesetzt. In China plant Solar Millennium bis 2020 die Errichtung solarthermischer Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 1.000 Megawatt. Andasol 1 soll über eine elektrische Leistung von 50 Megawatt verfügen. Solarthermische Kraftwerke erzeugen Strom mittels Wärmeenergie der aufgefangenen Sonnenstrahlung.

"Der Markt ist gerade am Entstehen. Vor allem in den letzten Monaten stieg das Interesse an solarthermischer Energie," so Drummer. In Spanien soll das neue Parabolrinnen-Kraftwerk gerade im Sommer einen gewissen Anteil des erhöhten Strombedarfs decken. Drummer weist jedoch darauf hin, dass ein Solarkraftwerk rund zehn Prozent der Leistung eines Atomkraftwerkes erzeugen kann, der Baubeginn von Andasol 1 und, innerhalb der nächsten zwei Jahre, von Andasol 2 und 3 sei deshalb nur ein erster Schritt. Für Drummer geht der Trend in Richtung Solarenergie. Wo in Zukunft Märkte entstehen, werde sich jedoch erst zeigen. "Viele Faktoren hängen zusammen, auch die entsprechenden Gesetze zur Förderung der Solarenergie müssen vorhanden sein. In manchen Ländern würde man zu stark mit kontroversiellen Energieerzeugern konkurrieren."

Laut Einschätzungen von Greenpeace wäre bis ins Jahr 2025 eine weltweite Gesamtleistung von 36.850 Megawatt möglich. "Wenn man davon ausgeht, dass sowohl in Spanien, den USA und China die Nachfrage nach Solarenergie steigt, und demnach noch zahlreiche Kraftwerke in den nächsten Jahren gebaut werden, sind diese Zahlen realistisch," bestätigt Drummer. Laut US-amerikanischem Gesetz müsse beispielsweise bis 2020 30 Prozent des Stroms aus regenerativer Energie erzeugt werden. Trotzdem betont er, dass diese Entwicklung von der Wachstumsgeschwindigkeit des Marktes abhänge, und dieser im Moment noch nicht entwickelt genug sei, um sichere Prognosen abzugeben.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Victoria Schubert
Tel.: ++43-1-81140-319
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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