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Mo, 07.03.2005 16:04
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pte20050307039 Medien/Kommunikation, Forschung/Technologie

Milde Erziehungsmethoden schaden Kindern

Zu wenig Disziplin lässt aus Kindern unreife Erwachsene werden

New Orleans (pte039/07.03.2005/16:04) - Viele Eltern sind bei der Erziehung ihrer Kinder zu nachsichtig und erziehen durch ein Übermaß an guten Absichten unreife Kinder zu sozial unverträglichen Erwachsenen heran. Zu diesem Ergebnis kommt Dan Kindlon von der Harvard School of Public Health http://www.hsph.harvard.edu in seiner Studie "Parenting Practices at the Millenium", berichtet der Branchendienst Science Daily http://www.sciencedaily.com . "Viele Eltern versuchen das Leben ihrer Kinder perfekt zu gestalten und sie vor allen Gefahren zu beschützen. Aber wenn Kinder nie eigene, schmerzhafte und frustrierende Erlebnisse machen werden sie nie die Erfahrungen für ein wertvolles Leben sammeln können", sagte Kindlon.

Kindlon führte seine Studie an 700 Teenagern im Alter von vier bis 19 Jahren und 1.100 Elternpaaren durch. Dabei analysierte er den Besitz der Kinder, die vorherrschenden Regeln im Haushalt und deren Einstellung gegenüber Sex und Drogenkonsum. Sein Resümee: Je freizügiger und nachgiebiger die Eltern sind, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder Drogen und Alkohol konsumieren, Essstörungen entwickeln, unter Depressionen leiden, eine lockere Einstellung gegenüber Sex haben und gemein zu anderen sind. "Die Eltern dieser Kinder sind nicht streng, wenn es um`s Fluchen geht, welche Filme die Kinder sehen und welche Videospiele sie spielen. Ein weiteres Charakteristikum ist, dass die Familien nicht gemeinsam essen", erklärte Kindlon. Darüber hinaus sind Kinder in höherem Maße egozentrisch, wenn sie eine Erlaubnis bekommen, ohne etwas dafür zu leisten.

Nur 12 Prozent der untersuchten Kinder leben in Familien, in denen fixe Regeln, Limits und Disziplin herrschten. Diese Kinder nehmen keine Drogen, sind weder aggressiv, gemein, nachlässig oder faul, noch unruhig oder depressiv. Ein zentrales Ritual dieser Familien ist das gemeinsame Essen, des weiteren müssen die Kinder gemeinnützige Arbeiten erledigen und ihr Zimmer aufräumen. "Wenn Eltern auch nur bei einer einzigen Sache streng sind, hat das schon wesentliche Vorteile für das Kind", resümierte der Experte.

Die Gründe für die fehlende Strenge der Eltern sieht der Experte darin, dass meist beide Elternteile arbeiten und Schuldgefühle durch materielle Dinge kompensieren. Oft sind die Eltern auch einfach nur zu müde um Regeln durchzusetzen und Ordnungen aufzustellen. Darüber hinaus sehen die Eltern ihre Kinder oft als Inhalt ihres Lebens an. "Viele Eltern benutzen die Fröhlichkeit ihre Kinder, um selbst Freude zu empfinden, darum widerstrebt es ihnen, ihre Kinder in irgendeiner Weise gegen sich aufzubringen und ihren Beziehung zu ihnen auf`s Spiel zu setzten", erklärte Kindlon.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Evelyn Lengauer
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.austria
   
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