VORSCHAU
PRESSETERMINE
Stiftung Mozarteum, Wiener Saal
22.10.2017 00:00
Stiftung Mozarteum, Wiener Saal
22.10.2017 00:00
Volkskundemuseum Wien
22.10.2017 00:00




WETTER
Graz: Regen
16°
Innsbruck: Regen
14°
Linz: Regen
11°
Wien: Regen
13°
© wetter.net

Stadtname / PLZ

AKTIENKURSE
 
LEBEN
Di, 24.08.2004 15:28
Meldung drucken Artikel weiterleiten
pte20040824027 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Silberionen gegen multiresistente Keime

Methode zur Prophylaxe von Katheter-assoziierten Infektionen

Nürnberg-Erlangen (pte027/24.08.2004/15:28) - Multiresistente Krankheitserreger, die sich gegen viele Medikamente abschotten können, sind in Krankenhäusern nicht auszumerzen. Besonders hoch ist die Infektionsgefahr, wenn Mikroorganismen sich auf Kathetern ansiedeln und dann in die Blutbahn gelangen. Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg http://www.uni-erlangen.de haben nun eine Methode gefunden, diese Gefahr zu bannen: ein dauerhafter Strom von Silberionen wehrt die Eindringlinge ab.

Josef-Peter Guggenbichler, der an der Klinik für Kinder und Jugendliche der Universität für die Vermeidung und Behandlung von Infekten zuständig ist, hat mit Silberpartikeln versetzte Kunststoffe seit langem als Material für Katheter getestet, die keine Keimbesiedlung dulden. Mit der neuesten Entwicklung konnte sich die Wirksamkeit aber noch deutlich steigern lassen. Bakterien und Pilze treffen bei den Erkrankten auf geschwächte körpereigene Abwehrkräfte. Auf der Oberfläche und in den Hohlräumen von Kathetern finden die Keime zusätzlich ideale Bedingungen, um sich zu vermehren und einen Biofilm zu bilden, der sie schützt. Nicht nur multiresistente Mikroorganismen sind dann schwer angreifbar. Weil die Erfahrung gezeigt hat, dass Medikamente die Infektion oft nicht stoppen können, wird zumeist der Katheter entfernt - eine Notmaßnahme, die kostensteigernd, unangenehm und nicht ohne Risiko ist.

Beschichtungen und Imprägnierungen mit Antibiotika oder Desinfektionsmitteln haben bisher keinen befriedigenden Ausweg geboten. Metallisches Silber und Silbersalze sind zwar seit langem für ihre antimikrobielle Wirksamkeit bekannt, sind aber für die Beschichtung von Kunststoffkathetern ungeeignet. Anders verhält es sich jedoch, wenn kleinste Silberteilchen in den Hohlräumen der Molekülketten von Polymeren verteilt werden. Die Elastizität der Katheter wird hierbei nicht beeinträchtigt, die biologische Verträglichkeit des Materials ist gewahrt, und die Fähigkeit, Keime abzutöten, bleibt über viele Monate erhalten, berichtet die Universität.

Die freigesetzten Silberionen blockieren Enzyme, die den bakteriellen Energiestoffwechsel in Gang halten, und greifen in die Atmungskette von Mikroorganismen und in genetische Prozesse ein. Da für die Wirkung die Zahl der freigesetzten Ionen ausschlaggebend ist, ist es wesentlich, für eine hohe, konstante und dauerhafte Freisetzung solcher Ionen zu sorgen. Mit steigender Oberfläche von Silber-Nanopartikeln im Kunststoff konnte die antimikrobielle Wirkung deutlich erhöht werden. Noch effektiver wirkt die Kombination von Silber mit Platin, das die Katheter allerdings zu steif macht.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
Wie fanden Sie diese Meldung?
Weitersagen
likes dislike Share Share |
Social Media
ETARGET

FOCUSTHEMA


SPECIALS


Werbung
middleAdvertising