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Do, 13.05.2004 12:15
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pte20040513026 Medizin/Wellness, Umwelt/Energie

Partikel bringen Herzschlag aus dem Takt

Ultrafeine Teilchen aus der Luft Herz und Gefäße schädigen

Neuherberg (pte026/13.05.2004/12:15) - Wissenschaftler des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg http://www.gsf.de haben die Mechanismen entschlüsselt, wie die winzigen Staubpartikel die menschliche Gesundheit schädigen. Dabei wirken die Schadstoffe nicht nur im Blut, sondern schädigen die Herzschlagsteuerung und entzünden das Lungengewebe, berichtet das GSF. Vor allem ihre geringe Größe macht die weniger als hundert Nanometer kleinen ultrafeinen Partikel so gefährlich. Die Nasenschleimhaut, Membranen und Makrophagen sind eher darauf spezialisiert, größere Teilchen abzufangen.

Die Wissenschaftler entdeckten drei Möglichkeiten, wie die Kohlenstoffpartikel, die vor allem aus Abgasen von Autos und Fabriken stammen, den Organismus schädigen können. In der Blutbahn kann der Schwebstaub Blutplättchen aktivieren, die die Gerinnungsfähigkeit des Blutes erhöhen. Das Blut wird dadurch zähflüssiger und die Wahrscheinlichkeit, dass sich Gerinnsel bilden, steigt. Außerdem bewirken die Teilchen, dass Arterien nicht mehr so schnell ihren Durchmesser vergrößern können. Das Herz wird in stressigen Situationen nicht ausreichend durchblutet. Die Folgen sind Herzrhythmusstörungen, die zum Infarkt führen können, berichten Holger Schulz vom Institut für Inhalationsbiologie und Annette Peters vom Institut für Epidemiologie.

Die Schadstoffe beeinflussen auch die autonome Kontrolle, die den Herzschlag steuert. Der Puls wird beschleunigt und das Herz schlägt zu regelmäßig unter Einfluss des Staubs. Gleichzeitig kann sich der Muskel nicht mehr so stark zusammenziehen, da der Kalziumhaushalt der Zelle gestört ist. Die veränderte Ionenkonzentration kann überdies zu Kammerflimmern und Herzstillstand führen. Auch über Rezeptoren auf der Oberfläche der Lungenbläschen können die Partikel das autonome Nervensystem beeinflussen und den Sympathikus, der den Körper in Alarmbereitschaft versetzt, aktivieren. Bei vorbelasteten Personen kann dies dazu führen, dass das Herz unregelmäßig schlägt und nicht ausreichend durchblutet ist.

Als dritte Möglichkeit können die Partikel das Lungengewebe entzünden. Dabei werden Botenstoffe freigesetzt, das Blut gerinnt schneller und der Körper mobilisiert seine Abwehrkräfte. Als Folge wird mehr Fibrinogen freigesetzt, das Blut wird zähflüssiger und die Arterien verkalken schneller. Reißt so eine arteriosklerotische Stelle, sind die Blutgerinnsel, die sich darauf bilden, umso größer, je mehr Fibrinogen vorhanden ist. Die Gefahr eines Herzinfarkts ist dadurch stark erhöht.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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