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pte20010309049 Umwelt/Energie, Produkte/Innovationen

Verdacht auf Gesichtslähmung bei Grippeimpfung Nasalflu

Fatale Nebenwirkungen treten auf - Mögliche Zusammenhänge werden untersucht


Zürich (pte049/09.03.2001/15:57) - Verschiedene Personen, die sich im November 2000 mit dem neuen Nasenspray Nasalflu gegen Grippe geimpft haben, wurden mit starken Nebenwirkungen konfrontiert: tagelange Erkältung, massive Kopfschmerzen, Erschöpfung bis hin zu Gesichtslähmungen. Neben verschiedenen anderen Firmen sind auch Angestellte des Tages Anzeigers betroffen.

Wie der Tages Anzeiger heute Freitag berichtete, wurde den Mitarbeitern des Tages Anzeigers das teure Nasalflu gesprayt, da der Impfstoff als Spritze nicht mehr aufzutreiben war. Bei den meisten blieb die Wirkung aus, viele wurden von einem heftigen Schnupfen befallen, verbunden mit starken Glieder- und Muskelschmerzen sowie Erschöpfung. Drei Angestellte litten an Gesichtslähmung und wurden mit Kortison behandelt.

Im Raum Baden wurden im Rahmen einer Studie 500 Mitarbeiter verschiedener Firmen mit Nasalflu und 500 mit der herkömmlichen Spritze geimpft. Dabei traten bei zwei Nasalflu-Probanden die Fazialisparese auf, aber auch bei dreien, nicht mit Nasalflu geimpft worden waren.

Zur Zeit sei weder die Harmlosigkeit noch die schweren Nebenwirkungen erwiesen. Die Herstellerfirma Berna http://www.grippeimpfung.ch hat in Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Zürich http://www.usz.ch eine grosse Studie mit 3.500 Testpersonen durchgeführt. Deren Ergebnisse sind jedoch noch nicht ausgewertet. Christian Herzog, Leiter der Studie bei Berna, hält einen Zusammenhang zwischen Nasenimpfung und Gesichtslähmung für unwahrscheinlich, da die Zahl der Fälle das übliche Mass an Fazialisparese nicht überschreite und zwischen der Impfung dem Auftreten der Gesichtslähmung oft mehrere Wochen lägen. "Wir haben zwischen 95.000 und 100.000 Dosen des Impfstoffes verkauft, und vom Markt sind uns nur fünf Fälle von Fazialisparese gemeldet worden. Das ist weniger als das natürliche Vorkommen", sagt er. Mit weiterführenden Ergebnissen kann in zwei Monaten gerechnet werden.

(Ende)
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