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pte20100424001 Handel/Dienstleistungen, Unternehmen/Wirtschaft

Algo-Trading könnte Märkte in den Abgrund reißen

Konsequente Regulierung zur Vermeidung von "dark pools" gefordert


Algo-Trading bringt Gefahren mit sich (Foto: pixelio.de, Rainer Sturm)
Algo-Trading bringt Gefahren mit sich (Foto: pixelio.de, Rainer Sturm)

Mannheim (pte001/24.04.2010/06:00) - Der an vielen Börsen bereits Einzug gehaltene vollautomatisierte Wertpapierhandel auf Basis genau definierter Parameter birgt erhebliche Risiken für die Stabilität der Finanzmärkte. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) http://www.zew.de im Rahmen einer Befragung von 193 Finanzfachleuten herausgefunden hat, befürchten bereits zwei Drittel, dass das vollständig computergesteuerte Algo-Trading negative Auswirkungen haben könnte.

Dominoeffekt befürchtet

"Das Problem des Algo-Tradings ist, dass in kurzer Zeit enorme Handelsvolumen umgesetzt werden. Da viele dieser vordefinierten Programme auf ähnlichen Regeln basieren, könnte es bei einer bestimmten Marktkonstellation zu einem sehr gefährlichen Dominoeffekt kommen", erklärt ZEW-Wissenschaftler Michael Grünewald gegenüber pressetext. Dem Experten nach könnte eine Flut von Verkaufsaufträgen entstehen und so Marktausbrüchen Vorschub leisten.

Entsprechende Marktregulierungen für Algo-Trading werden deshalb gefordert und von den befragten Branchenbeobachtern als wichtig erachtet. Trotz der potenziellen Marktgefährdung durch den automatisierten Wertpapierhandel spielt Algo-Trading entgegen der Regulierung bei Derivaten oder bei der Gestaltung von Bonussystemen in der öffentlichen Debatte bisher kaum eine wesentliche Rolle. Dies verwundert Grünewald, denn 2007 wurden 50 Prozent der Umsätze an der Deutschen Börse http://www.deutscheboerse.de mit Algo-Trading erzielt.

Benachteiligung durch "dark pools"

Mit seiner Forderung nach schärferer Kontrolle des auf vordefinierten Handlungsvorschriften (Algorithmen) basierenden Handelssystems ist der ZEW-Forscher nicht allein. So halten auch 66 Prozent der interviewten Experten eine Regulierung dieser Art des Wertpapierhandels für erforderlich. Zudem reichen 69 Prozent der Befragten die bestehenden Regeln zur Aussetzung des Handels nicht aus. Danach könne in Krisenzeiten kaum adäquat reagiert werden.

Das ZEW weist in seiner Auswertung aber darauf hin, dass eine Regulierung die Entstehung außerbörslicher Handelsplätze, sogenannter "dark pools", unter gewissen Umständen fördern könnte. "Dann bestünde die Gefahr, dass aus den ,dark pools' gewonnene Informationen für den Handel auf regulierten Finanzmärkten verwendet werden", befürchtet Grünewald. Die unmittelbare Konsequenz daraus wäre die Benachteiligung jener Handelsteilnehmer, die sich außerhalb der "dark pools" bewegen, denn sie hätten keinen Zugang zu Insider-Informationen.

(Ende)
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