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pte20100318018 Umwelt/Energie, Auto/Verkehr

Verkehr verbraucht ein Drittel der Gesamtenergie

Mobilität zu 90 Prozent ölabhängig


Mobilität muss unbedingt nachhaltiger werden (Bild: VCÖ)
Mobilität muss unbedingt nachhaltiger werden (Bild: VCÖ)

Wien (pte018/18.03.2010/12:03) - Ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Österreich gehen auf das Konto des Verkehrs. Der Verkehr ist zu 90 Prozent vom Erdöl abhängig. Diese Zahlen hat der Verkehrsclub Österreich VCÖ http://www.vcoe.at heute, Donnerstag, präsentiert. Der Energieverbrauch in der Alpenrepublik ist seit 2000 um rund 24 Prozent gestiegen, bei den Privathaushalten hingegen nur um 1,6 Prozent.

"Der Verkehr ist der Energiefresser schlechthin", betont VCÖ-Experte Martin Blum gegenüber pressetext. Grund für den hohen Energieverbrauch ist die Wahl der Verkehrsmittel. Pkw im Individual- und Lkw im Güterverkehr sind die großen Energieverbraucher. "Höchst notwendig wäre daher eine Ökologisierung des Steuersystems", erklärt der Experte.

Verkehr als Energiefresser

2008 lag der gesamte Energieverbrauch Österreichs bei 1.088 Petajoule. 34 Prozent dieses Energieverbrauchs entfielen auf den Verkehr. "Was daran ebenfalls erschreckend ist, ist die Tatsache, dass sich der Verkehrssektor mit dem Erdöl von einer Energiequelle abhängig gemacht hat, die endlich und vor allem zunehmend teurer wird", so Blum.

Die hohe Energieintensität und der hohe Erdölverbrauch machen den Verkehr hauptverantwortlich für den Anstieg der CO2-Emissionen. Zwischen 1990 und 2008 haben die Emissionen des Verkehrs von 14,1 Mio. auf 22,6 Mio. Tonnen - das sind 61 Prozent - zugenommen. "Das bedeutet, dass Österreich nach dem derzeitigen Stand 600 Mio. Euro für Emissionsrechte bezahlen müsste, um das Kyotoziel zu erreichen."

Maßnahmenpaket zur Verbesserung nötig

Die Erhöhung der in Österreich ohnehin niedrigen Mineralölsteuer, eine CO2-Abgabe auf Treibstoffe und eine Ökologisierung der Pendlerpauschale seien wichtige Schritte. "Dass höhere Treibstoffpreise sehr rasch zu klimafreundlichem Mobilitätsverhalten führt, konnte man 2008 erkennen. Damals waren die Spritpreise hoch und der öffentliche Verkehr verzeichnete Rekordzuwächse", so der Experte.

"Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie die Einführung eines bundesweiten Taktfahrplans für die Bahn sollten höchste Priorität haben", meint Blum. "Mit den richtigen Rahmenbedingungen ist Elektromobilität eine Chance für höhere Energieeffizienz und damit für den Klimaschutz." Das setze allerdings voraus, dass der verwendete Strom aus erneuerbaren Energiequellen stamme und nicht aus Kohlekraftwerken.

Verbrauch der Autoflotte verringern

Strengere CO2-Grenzwerte für Fahrzeuge auf EU-Ebene senken den Energieverbrauch und die Emissionen, gleichzeitig wird dadurch die Verbreitung von emissionsarmen Elektrofahrzeugen unterstützt. "Der VCÖ spricht sich für einen CO2-Grenzwert von 80 Gramm pro Kilometer für neue Pkws ab 2020 aus", so der Experte.

"Weiter forciert werden muss auch die Gütertransportverlagerung von der Straße auf die Schiene", meint Blum. "Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Güterverkehr, etwa in Form einer flächendeckenden Lkw-Maut sind umzusetzen." Als Vorbild könne hier die Schweiz herangezogen werden.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
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