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pte20091008014 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Zöliakie: Immunsystem verursacht Osteoporose

Behandlung mit Medikamenten aber leicht möglich


Bislang wurden Kalzium-Präparate zur Vorbeugung verabreicht (Foto:pixelio.de/Ernst Rose)
Bislang wurden Kalzium-Präparate zur Vorbeugung verabreicht (Foto:pixelio.de/Ernst Rose)

Edinburgh (pte014/08.10.2009/10:00) - Menschen mit Zöliakie, einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, könnten anfälliger für Osteoporose sein, weil ihr eigenes Immunsystem das Gewebe ihrer Knochen angreift. Osteoporose ist bei Zöliakie ein bekanntes Risiko und wurde bisher damit erklärt, dass nicht ausreichend Kalzium oder Vitamin D aufgenommen werden. Wissenschaftler der University of Edinburgh http://www.ed.ac.uk gehen jedoch davon aus, dass die Betroffenen Antikörper produzieren, die ein für die Gesundheit des Knochens entscheidendes Protein angreifen. Eine Behandlung wäre laut dem Team um Stuart Ralston vom Institute of Genetics and Molecular Medicine http://www.igmm.ac.uk leicht mit Medikamenten möglich, die den Verlust an Knochenmasse verhindern.

Damit ist auch erklärt, warum Menschen mit Erkrankungen des Verdauungstraktes nicht auf eine Behandlung mit Kalzium und Vitamin D reagieren. Zöliakie wird durch die Reaktion auf Gluten, ein im Weizen enthaltenes Protein hervorgerufen. In der Folge werden die Dünndarmzotten geschädigt, die bei der Verdauung eine entscheidende Rolle spielen. Bei einer Beeinträchtigung und Entzündung können die Zotten Nahrungsmittel nicht mehr richtig aufnehmen. Durchfall und Unterernährung entstehen. Betroffen ist einer von 100 Menschen. Ein erheblicher Teil von ihnen kann an Osteoporose erkranken.

Entscheidend ist laut den Wissenschaftlern das Protein Osteoprotegerin, das für den Zusammenhang zwischen Zöliakie und Osteoporose von entscheidender Bedeutung ist. Bei 20 Prozent der getesteten Zöliakie-Patienten wurden Antikörper gebildet, die die Funktion dieses Proteins stoppten. Ralston betonte laut BBC, dass Antikörper-Tests den Betroffenen wirkliche Vorteile bringen könnten. Damit könnte das Osteoporose-Risiko erkannt und ein passender Behandlungsansatz gefunden werden. Details der Studie wurden im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

(Ende)
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