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pte20090609009 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Makrele und Co gegen Augenerkrankung

Ölreiche Fische verlangsamen altersabhängige Makuladegeneration


Omega-3-Fettsäuren halten Makuladegeneration im Zaum (Foto: pixelio.de, Martin Stauß)
Omega-3-Fettsäuren halten Makuladegeneration im Zaum (Foto: pixelio.de, Martin Stauß)

Boston (pte009/09.06.2009/10:00) - Menschen mit altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) sollten zumindest zwei Mal in der Woche ölreiche Fische essen, um ihre Krankheit im Zaum zu halten. Laut einer Studie der Tufts University http://www.tufts.edu scheinen die Omega-3-Fettsäuren, die in Makrelen und Lachsen reichlich enthalten sind, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen oder sogar zu stoppen. Das soll für frühe aber auch für späte Stadien von AMD gelten. Die Erkenntnisse des Teams basieren auf den Daten von fast 3.000 Personen, die an einem Test für Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel teilgenommen haben. Details der Studie wurden im British Journal of Ophthalmology veröffentlicht. Allein in Großbritannien leiden laut BBC rund 500.000 Menschen an altersabhängiger Makuladegeneration.

Frühere Studien hatten ergeben, dass Omega-3-Fettsäuren das Erkrankungsrisiko um ein Drittel verringern können. Die aktuelle Studie legt nahe, dass diese Fette auch bei einer bereits bestehenden Erkrankung wirksam sind. Das Fortschreiten der trockenen und der feuchten Form der AMD war bei einer entsprechenden Ernährung um 25 Prozent weniger wahrscheinlich. Menschen mit einer fortgeschrittenen Erkrankung, die eine Low-GI-Diät machten - also Lebensmittel zu sich nahmen, die ihren Zuckergehalt langsamer freisetzen - und die zusätzlich antioxidante Vitamine und Mineralien wie Vitamin C und Zink einnahmen, schienen ihr Erkrankungsrisiko um bis zu 50 Prozent zu senken.

Das Ersetzen von fünf Scheiben weißen Brotes täglich durch Vollkornbrot könnte innerhalb von fünf Jahren fast acht Prozent der fortgeschrittenen Erkrankungen verhindern. Erstaunlicherweise waren die Nahrungsergänzungsmittel in frühen Stadien der Erkrankung kontraproduktiv. Sie machten den Nutzen der Fettsäuren zunichte und schienen das Risiko eines Fortschreitens der Krankheit sogar zu erhöhen. Jene Teilnehmer, die alle antioxidanten Vitamine und Zink einnahmen und täglich viel Beta-Carotin über die Nahrung aufnahmen, erkrankten mit einer um 50 Prozent erhöhten Wahrscheinlichkeit an einer fortgeschrittenen Form von AMD. Die Forscher gehen davon aus, dass Omega-3-Fettsäuren gegen AMD schützen, in dem sie nach einer Mahlzeit die Fettwerte im Blut verändern, die für den Körper schädlich sein können. Es ist jedoch aufgrund der widersprüchlichen Forschungsergebnisse nicht klar, ob Patienten Nahrungsergänzungsmittel und Omega-3-Fettsäuren schlucken sollten. Sie raten eher dazu, zwei bis drei Mal in der Woche einen ölreichen Fisch zu essen.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
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