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pts20080916018 Technologie/Digitalisierung, Bildung/Karriere

Neues Schulpaket zu Web 2.0 - sichere Nutzung des Mitmach-Internet macht Schule


Wien (pts018/16.09.2008/10:50) - Saferinternet.at, Unterrichtsministerium und Telekom Austria präsentieren das erste österreichische Schulprogramm zum Thema "Web 2.0 - Das Mitmach-Internet sicher und verantwortungsvoll nutzen". Die praxisnahen Unterrichtsmaterialien sind ab sofort kostenlos erhältlich.

Web 2.0 Anwendungen wie YouTube, Wikipedia, Facebook, MySpace, SchülerVZ & Co erfreuen sich gerade bei Kindern und Jugendlichen großer Beliebtheit: In sozialen Netzwerken präsentieren sich Kinder und Jugendliche und pflegen ihre Freundschaften, private Fotoalben landen weltweit zugänglich im Internet und es gibt kaum ein Referat in der Schule, bei dem nicht zu Recherchezwecken Wikipedia befragt wird.

Das neue Schulprogramm zum Thema Web 2.0 will Lehrende dabei unterstützen, die sichere und verantwortungsvolle Internetnutzung in der Schule zu fördern. Die Inhalte des Web 2.0 Schulpaketes basieren auf den Erfahrungen des von Telekom Austria TA AG und dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk) initiierten Pilotprojektes "Web 2.0 Klasse". Schüler und Lehrende an neun österreichischen Hauptschulen testeten mit Wiki und Weblog die Einsatzmöglichkeiten von Social Software im Schulunterricht und stellten Web 2.0 ein positives Zeugnis aus. Allerdings zeigte sich auch, dass bei der kompetenten Nutzung des Mitmach-Internets Risiken und rechtliche Bestimmungen bekannt sein müssen: Wie kann man vermeiden, zu viel Privates im Internet preiszugeben? Was muss man bei der Veröffentlichung von Fotos beachten? Wie glaubwürdig sind Informationen aus dem Internet? Worauf muss man aufpassen, wenn man fremde Inhalte übernimmt? Antworten auf diese Fragen liefert das Schulpaket, das ab sofort kostenlos für den Einsatz im Unterricht zur Verfügung steht und bei Saferinternet.at angefordert werden kann.

Jugendliche sind Vorreiter bei Web 2.0 Nutzung

Bereits 91 Prozent der 14- bis 19-Jährigen nutzen, zumindest passiv, die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia und 90 Prozent Videoplattformen wie YouTube. Auch soziale Netzwerke wie MySpace sind ein fixer Bestandteil des Alltags von Jugendlichen. 61 Prozent haben in Communitys bereits ein eigenes Profil und fast jeder Dritte verwendet diese Plattformen sogar täglich. Beim aktiven Mitwirken an den Web 2.0-Angeboten sind Jugendliche ebenfalls Spitzenreiter. 57 Prozent haben schon eigene Beiträge veröffentlicht oder sind daran interessiert. (ARD/ZDF-Onlinestudie 2008)

"Junge Internetnutzer sind in technischer Hinsicht oft kompetenter als ihre Lehrenden, aber in vielen Fällen weniger kritisch, was Risiken betrifft", berichtet Bernhard Jungwirth, Projektkoordinator von Saferinternet.at. "Das Veröffentlichen persönlicher Daten, das ungeprüfte Übernehmen von Informationen aus dem Internet und die Verletzung von Urheberrechten sind die Bereiche, wo es den größten Informationsbedarf gibt."

Web 2.0 im Unterricht

Immer häufiger werden Web 2.0 Anwendungen, wie zum Beispiel Blogs (öffentliche Tagebücher im Internet) und Wikis (Websites, die der Benutzer nicht nur lesen, sondern auch bearbeiten kann), aktiv im Schulunterricht eingesetzt. Denn vom Einsatz von Web 2.0 im Unterricht profitieren alle: Lehrende lernen die Möglichkeiten des Mitmach-Internet für den Unterricht zu nutzen - nicht selten können sie dabei vom Know-how der Jugendlichen profitieren - und Schüler werden im Unterricht für mögliche Risiken bei der Nutzung sensibilisiert.

"Unser Anliegen ist es, sowohl Lehrende als auch Schüler dabei zu unterstützen, die Vorteile des Internets für das Lernen nutzbar zu machen", sagt Helmut Stemmer vom Unterrichtsministerium. "Dabei kommt dem erfolgreichen Suchen, kritischen Bewerten und adäquaten Präsentieren von Informationen im Web 2.0 Zeitalter eine entscheidende Rolle zu."

"Die aktive Teilnahme am Mitmach-Internet macht nicht nur Spaß, sondern bedeutet für Kinder, Jugendliche und Lehrende auch Verantwortung. Darauf wollen wir mit den neuen Schulunterlagen aufmerksam machen. Als größter österreichischer Internetprovider sehen wir es als unsere Aufgabe, gerade junge Menschen bei einem sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet zu unterstützen", ergänzt Alois Schrems vom Saferinternet.at-Partner Telekom Austria TA AG.

Schulpaket: jetzt kostenlos bestellen oder downloaden

Ab sofort stehen mit dem Schulpaket von Saferinternet.at erstmals kostenlos Unterrichtsmaterialien zum Thema "Web 2.0 - Das Mitmach-Internet sicher und verantwortungsvoll nutzen" für Österreichs Schulen zur Verfügung. Sie behandeln die wichtigsten Grundlagen und Anwendungen des Web 2.0, beschreiben, wie das Mitmach-Internet im Unterricht genutzt werden kann, und geben vor allem konkrete Tipps zur Vermeidung möglicher Risiken.

Die Materialien unterstützen Lehrende auch mit Kopiervorlagen, Arbeitsblättern, Übungen, Reflexionsfragen und weiterführenden Links. Sie können ab sofort kostenlos unter http://www.saferinternet.at/unterrichtsmaterialien heruntergeladen oder per E-Mail (office@saferinternet.at) bestellt werden.

Die Finanzierung erfolgte durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk), Telekom Austria TA AG und das "Safer Internet plus Programm" der EU-Kommission (GD Informationsgesellschaft & Medien).

Weitere Unterrichtsmaterialien zur sicheren Internet-Nutzung finden sich ebenfalls auf http://www.saferinternet.at

Erst denken, dann klicken: Tipps für die sichere Web 2.0 Nutzung

Folgende Tipps helfen, die größten Web 2.0-Fallen zu vermeiden:

* Wenn möglich, vermeiden Sie die Weitergabe persönlicher Daten wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Fotos etc.
* Nützen Sie die Einstellungen von Web 2.0-Plattformen, mit denen Sie für Fremde den Zugriff auf Ihre Daten beschränken.
* Beachten Sie die Urheberrechte bei der Veröffentlichung von Musik, Videos, Fotos etc.
* Veröffentlichen Sie keine Fotos, die andere nachteilig darstellen. Sie verletzen deren Recht am eigenen Bild.
* Nicht alles ist wahr: Seien Sie kritisch bei der Übernahme von Inhalten aus dem Internet und fragen Sie sich: Wer ist der Autor? Welche Interessen stehen dahinter? Bestätigen andere Quellen die Information?
* Wenn Sie aus dem Internet zitieren, geben Sie genauso die Quelle an wie bei Büchern oder Zeitschriften.

Weitere Tipps finden Sie auf http://www.saferinternet.at

Über Saferinternet.at

Saferinternet.at unterstützt Internetnutzer bei der sicheren Verwendung des Internets. Saferinternet.at wird vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) in Kooperation mit dem Verband der Internet Service Providers Austria (ISPA) koordiniert und in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand, NGOs und der Wirtschaft umgesetzt.

Die Finanzierung erfolgt durch das "Safer Internet plus Programm" der EU-Kommission (GD Informationsgesellschaft & Medien), das Bundeskanzleramt, Ministerien und Sponsoren aus der Wirtschaft wie Telekom Austria TA AG, Microsoft Österreich und eBay.

Umfassende Informationen rund um die sichere Internetnutzung und die Aktivitäten von Saferinternet.at finden sich unter http://www.saferinternet.at

Kontakt für Presseanfragen:
Saferinternet.at
Mag. Bernhard Jungwirth, M.Ed.
Tel.: +43 (0) 1-595 21 12
Fax: +43 (0) 1-595 21 12-99
E-Mail: office@saferinternet.at
Web: http://www.saferinternet.at

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