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pte20080820001 Unternehmen/Wirtschaft, Handel/Dienstleistungen

US-Notenbank Fed befürchtet Bankensterben

Vor allem kleinere lokale Institute betroffen


Pleitewelle droht Regionalbanken (Foto: pixelio.de, AlfOngs)
Pleitewelle droht Regionalbanken (Foto: pixelio.de, AlfOngs)

New York/Kaarst (pte001/20.08.2008/06:00) - Gut ein Jahr nach Ausbruch der internationalen Finanzmarktkrise droht vielen, vorrangig kleinen Regionalbanken der Kollaps. Aufgrund einer leichtfertigen Kreditvergabe und steigender Beleihungswerte für Immobilien stehen viele Prachtbauten nun leer. Somit geraten mittlerweile viele der 600 im Boom zwischen den Jahren 2000 und 2007 gegründeten Institute laut einem Bericht des Handelsblatts in die finanzielle Bredouille. "Vor allem kleinere, lokale Bankeninstitute, die während der Krise falsch aufgestellt gewesen sind, geraten unter Druck und müssen unter Umständen sogar Insolvenz anmelden. In diesem Zusammenhang kann es für kleine Banken wichtig werden, Gespräche mit größeren Instituten zu suchen", sagt Jörg Urlaub, Vorstand des Finanzdienstleisters Incam http://www.incam.de , im Gespräch mit pressetext.

Diese Sichtweise teilt auch Nouriel Roubini, Wirtschaftsprofessor an der Universität New York, wonach "Hunderte von Banken derzeit den Bankrott riskieren". So sorgt sich Fed-Chef Ben Bernanke mehr und mehr um die Stabilität des Bankensystems. Diese Ängste sind derzeit alles andere als unbegründet, da Amerika - fernab der Insolvenzfälle wie bei Bear Stearns - nun ein Bankensterben droht. Laut Urlaub sei es den Marktplayern trotz ebenfalls hoher Verluste immer noch möglich, die Geschäftsstruktur zu verschlanken und unrentable Bereiche zu streichen. "Kleinere Banken können dies erheblich weniger tun und sind im Fall der Fälle eher auf Kooperationen mit größeren Partnern angewiesen, um nicht Bankrott zu gehen", fügt Urlaub hinzu. Dem Bericht zufolge hat eine typische US-amerikanische Kleinbank mit einer Bilanz von weniger als vier Mrd. Dollar mehr als die Hälfte im Immobiliensektor investiert.

Dieses Investitionsvolumen beurteilen Branchenkenner angesichts der Immobilienkrise als zu groß und erwarten für einen Großteil der Bankenunternehmen bereits jetzt schon den Ruin. So seien selbst größere Regionalinstitute mit entsprechenden Immobilienengagements vor allem in den Sonnenstaaten von einer drohenden Pleite bedroht. Die Fed sieht sich derzeit in Alarm versetzt. Schließlich gibt es in den USA mehr als 8.000 Institute, die zum Teil sehr klein sind. Mindestens 90, so wird vermutet, werden von der Fed daher auch als "akut lebensgefährdet" beobachtet. Bislang sind acht, außerhalb der Vereinigten Staaten nahezu unbekannte Banken, faktisch insolvent, weil sie die Abschreibungen auf ihre Immobilienkredite nicht mehr in dem Maße auffangen konnten, wie geplant. Darunter war mit dem Immobilienfinanzierer IndyMac http://www.indymac.com die drittgrößte Bankenpleite der US-Geschichte.

Gerüchte und Meldungen über Abschreibungen in Mrd.-Höhe führten dazu, dass Bankkunden ihr Kapital zurückzogen und selbst gesunde Institute gefährdeten. Vielen Bankeninstituten auf dem Land wird dem Bericht nach aber nicht nur ihre laxe Kreditvergabe zum Verhängnis. Da viele zu klein sind, um Refinanzierungspapiere im Volumen von nur zehn oder 20 Mio. Euro direkt am Kapitalmarkt zu platzieren, verkauften sie ihre Titel in der Vergangenheit an Manager von sogenannten Collateralized Debt Obligations (CDOs). Diese derivativen Kreditvehikel waren der Auslöser für die Krise. Für größere Regionalbanken stehen die Zeichen derzeit jedoch positiv. "Ausländische Bankenkonzerne sind derzeit auf der Suche nach preisgünstigen Schnäppchen. Da werden bestehende Kunden gern bei Übernahmen mitgenommen", so Urlaub abschließend gegenüber pressetext.

(Ende)
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Ansprechpartner: Florian Fügemann
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