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pte20080721029 Forschung/Entwicklung, Produkte/Innovationen

Flüssige Salze als Energiespeicher

Auch Einsatz bei Hybrid-Autos möglich


Flüssige Salze könnten zum Energiespeicher werden (Foto: Universität Leipzig)
Flüssige Salze könnten zum Energiespeicher werden (Foto: Universität Leipzig)

Leipzig (pte029/21.07.2008/15:45) - Forscher der Universität Leipzig http://www.uni-leipzig.de haben den Grund für die gute Leitfähigkeit von flüssigen Salzen herausgefunden. Sie gehen davon aus, dass auf Grundlage dieser neuen Erkenntnisse zukünftig aus ionischen Flüssigkeiten Kurzzeit-Energiespeicher und umweltverträgliche Lösungsmittel hergestellt werden können. "Kurzzeitig nur deshalb, weil sich diese Flüssigkeiten wie eine Batterie in der Sonne an ihren Elektroden schnell wieder entladen", erklärt Friedrich Kremer, Professor für Molekülphysik an der Uni Leipzig, gegenüber pressetext. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass neu entdeckte Skalierungsgesetze für die gute Leitfähigkeit verantwortlich sind.

Ionische Flüssigkeiten sind einzigartig, da sie rein aus Ionen - also positiv und negativ geladenen Molekülen und Atomen - bestehen. "Damit haben sie die Eigenschaft von Salzen, ohne jedoch in Wasser gelöst zu sein", erklärt Kremer. Sie sind sehr hitzebeständig, kaum entzündbar und leiten gut elektrischen Strom. "Bereits ab Zimmertemperatur konnten wir ein sehr gutes Leitverhalten feststellen", so Kremer weiter. Als Grund nannten sie dafür die Entdeckung von Skalierungsgesetzen, die über mehr als zehn Größenordnungen in der Frequenz gültig seien und damit auf einen universeller Mechanismus der Leitfähigkeit hinweisen würden. Das zweite Forscherteam um Barbara Kirchner, Professorin für theoretische Chemie, fand im Zuge der aktuelle Studie einen Ansatz für die niedrigen Schmelztemperaturen, die bei unter 100 Grad Celsius liegen: "Durch das Wechselspiel der Kräfte zwischen den Molekülen können die Ionen leichter ihr Gleichgewicht verlassen und dadurch den flüssigen Zustand schneller erreichen."

Die Leipziger Forscher hoffen, dass ihre Erkenntnisse dazu beitragen, dass ionische Flüssigkeiten als Kurzzeit-Energiespeicher oder als Medium in Brennstoffzellen zum Einsatz kommen werden. Ein anderer potenzieller Anwendungsbereich ist das Design von Lösungsmitteln. Sie räumten jedoch ein, dass zwar ein Anfang für weitergehende Forschungen gelegt sei, jedoch noch zahlreiche Fragen unbeantwortet seien. "Wir betreiben Grundlagenforschung und diese benötigt nun einmal auch Zeit", erläutert Kremer. In der zweiten, bis 2010 laufenden Forschungsphase sei von daher auch keine Spezialisierung auf Anwendungsgebiete sondern eine Vertiefung der grundlegenden Forschungen geplant. "Wir wollen verstehen, wie der Ladungstransport funktioniert, um anschließend durch gezielte Manipulation der molekularen Systeme eine Verbesserung des Ladungstransports herbeizuführen", sagt Kremer.

(Ende)
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