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pte20080109023 Unternehmen/Wirtschaft, Technologie/Digitalisierung

AT&T: Schlechte Zahlungsmoral löst Aktienkursgewitter aus

Trotz abkühlender US-Konjunktur geben Analysten Entwarnung


Zahlunsmoral bewirkt Fallen des AT&T-Aktienkurses um 4,5 Prozent (Foto: pixelio.de)
Zahlunsmoral bewirkt Fallen des AT&T-Aktienkurses um 4,5 Prozent (Foto: pixelio.de)

San Antonio/Phoenix/Wien (pte023/09.01.2008/12:45) - Wegen schlechter Zahlungsmoral seiner Privatkunden im Festnetztelefonie- und Breitband-Segment gerät der US-amerikanische Telekommunikationsmonopolist AT&T ins Schlittern. Aufgrund fehlender Zahlungseingänge schaltete der Konzern vermehrt Telefonanschlüsse ab, worauf der Aktienkurs des iPhone-US-Exklusivproviders gestern Nachmittag um 4,5 Prozent (1,87 Dollar) auf 39,16 Dollar zurückging. AT&T-Chef Randall Stephenson sieht vor dem Hintergrund der aktuellen Schwierigkeiten jedoch keinen Grund für eine anhaltende Krise, da sich vor allem die wachsenden Umsatztreiber Mobilfunk und Geschäftskunden weiterhin krisensicher zeigen und auch den Folgen der US-Subprime-Hypothekenkrise trotzen konnten.

"Zahlungsausfälle gibt es in jeder Branche in Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung immer wieder. So ist auch der Bereich Telekommunikation vor möglichen Schwankungen nicht gefeit. In Bezug auf die Entwicklung großer europäischer Telkos wie Vodafone oder T-Mobile mache ich mir gegenwärtig jedoch keine Sorgen", sagt Wolfgang Specht, Analyst bei Sal. Oppenheim, auf Nachfrage von pressetext. Trotz vieler zahlungsunfähiger Privatkunden stiegen die Erlöse des US-Mobilfunkgiganten Ende des dritten Quartals 2007 auf 30,1 Mrd. Dollar. Dabei stützt sich das Geschäft vorrangig auf den Verkauf von Breitband-Diensten wie dem IPTV-Service "U-Verse". In Anbetracht des starken Wachstums in diesem Segment sowie dem Erfolg der Vermarktung des iPhones in den USA, strebt Stephenson bis Ende dieses Jahres im Bereich der Fernsehübertragung über das Internet an, rund eine Mio. Kunden zu erreichen.

Im Rahmen einer Analystenkonferenz der Citigroup sagte Stephenson, dass sich der Mobilfunk in Zeiten der gegenwärtig in den USA vorherrschenden Wirtschaftsprobleme und Rezessionsängste ziemlich belastbar darstellt. So sei nicht weiter verwunderlich, wenn ein Breitband-Kunde diesen Dienst abmeldet, wenn die Telefonrechnung nicht länger zur Gänze bezahlt werden könne. Analysten sehen im plötzlichen Abflachen des AT&T-Aktienkurses ebenfalls keinen Grund voreilig von einer Krise des Konzerns zu sprechen. "Das Unternehmen ist alles andere als in der Krise. Im gegebenen Fall haben wir es mit ganz normalen Marktschwankungen zu tun, mit denen viele Technologiewerte derzeit mehr oder weniger zu kämpfen haben. Zudem ist die Arbeitslosenrate in den USA auf dem Vormarsch, was auch die schlechte Zahlungsmoral vieler Privatkunden bewirkt", meint Erste-Bank-Analyst Hans Engel im Gespräch mit pressetext.

Laut dem Experten sei der Kursverlust von AT&T erneut ein Zeichen dafür, wie übersensibel die Märkte reagieren und zu überstürzten Reaktionen neigen. Dass auch andere Telkos bereits in den letzten Wochen und Monaten des abgelaufenen Kalenderjahres mit der schlechten Zahlungsmoral der Privatkunden zu kämpfen hatte, sei kein Geheimnis, berichtet hingegen das Wall Street Journal. Laut Engel stehe AT&T unter den sich derzeit nur mäßig entwickelnden Technologiewerten immer noch besser da als andere. Ein ähnliches Szenario für Europa hält Engel jedoch für ausgeschlossen. Unterdessen lehnte es ein AT&T-Sprecher ab, weitere Konkretisierungen über die abgeschalteten Anschlüsse zu geben, betonte jedoch, dass das Unternehmen trotzdem weiterhin an seiner bisher praktizierten Guidance festhalten wolle.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Florian Fügemann
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