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pte20070917025 Technologie/Digitalisierung, Forschung/Entwicklung

Online-Kriminelle werden immer professioneller

Persönliche Daten werden auf illegalen Untergrund-Börsen gehandelt


Online-Kriminalität wird ständig professioneller (Foto: Pixelio)
Online-Kriminalität wird ständig professioneller (Foto: Pixelio)

Cupertino (pte025/17.09.2007/12:50) - Die Professionalität von Online-Kriminalität ist in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen, warnt der Software-Hersteller Symantec http://www.symantec.com in seinem aktuellen Internet Security Threat Report. Vor allem die Verbreitung von Underground-Economy-Servern, auf denen persönliche Daten von Phishingopfern gehandelt werden, macht den Experten Sorgen. Deutschland liegt im Bereich dieser illegalen Tauschplätze hinter den USA bereits auf dem zweiten Platz. Die steigende Professionalität in den Geschäftsbeziehungen zwischen Hackern, Phishern und anderen Online-Kriminellen sei ein alarmierender Trend, so die Forscher.

Wie herkömmliche Wirtschaftszweige sei mittlerweile auch Online-Kriminalität in verschiedene Arbeitschritte gegliedert, die auf unterschiedliche Stellen aufgeteilt werden, erklärt Candid Wüest, Sicherheitsexperte bei Symantec Deutschland, im Gespräch mit pressetext. "Sogenannte Phisher kaufen sich ein Tool-Kit wie Mpack, das zuvor von Hackern programmiert wird. Damit besorgen sie sich die Daten von Privatpersonen. Da sie die große Menge an Informationen in den meisten Fällen gar nicht selbst verwerten können, werden sie über Underground-Economy-Server weitergehandelt."

Im Rahmen des Internet Security Threat Report wurden während des ersten Halbjahres 2007 weltweit 120 Mio. Rechner überwacht. Anhand von zwei Mio. eigens erstellten E-Mail-Adressen wurde das Aufkommen von Spam-Nachrichten gemessen. Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich ein deutlicher Anstieg bei der Zahl der Viren, Würmer und Trojaner. 212.101 neue Codes wurden aufgespürt. China zeigte sich als das Land mit den meisten Infektionen durch Web-Robots - Programme, die Online automatisch Handlungen durchführen - meistens ohne dem Wissen der Nutzer.

"Man muss sich schützen, denn das Gefahrenpotenzial ist sehr groß", erklärt Wüest. "Zunächst gilt es seinen gesunden Menschenverstand einzusetzen und keine zwielichtigen Links anzuklicken beziehungsweise keine persönliche Daten an unbekannte Websites weitergeben. Außerdem kann aktuelle Sicherheitssoftware das Risiko erheblich mindern." Gegen einige andere Gefahren könne man sich nicht so einfach schützen. "Im Fall von Drive-by-Downloads sind beliebige Websites infiziert und schon beim Besuch der Seite lädt sich der Virus auf den Rechner. Sicher ist dabei nur, wer seinen Browser ausreichend schützt."

(Ende)
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Ansprechpartner: Georg Eckelsberger
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