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pte20070626031 Medizin/Wellness, Kultur/Lifestyle

Öffentliche Schlafzentren ermöglichen "Dauerwachheit"

Kabinen ermöglichen Großstädtern Nickerchen bis zu 40 Minuten


Mehr Leistung durch
Mehr Leistung durch "Power Naps" bleibt fraglich (Foto: pixelio.de)

New York/Regensburg (pte031/26.06.2007/13:30) - Kurzer, effektiver Schlaf, der ermüdete Großstädter wieder fit für die Aufgaben des Alltags machen soll, hat sich das US-amerikanische Unternehmen Yelo http://www.yelonyc.com auf die Fahnen geschrieben. Die innovative Geschäftsidee basiert darauf, Ruhebedürftigen und extremen Frühaufstehern in öffentlichen Schlafzentren die Infrastruktur zum "Auftanken" ihrer eigenen Kräfte zur Verfügung zu stellen. Dabei dauern die angebotenen Turbo-Nickerchen, sogenannte "Power Naps", nur 20 bis 40 Minuten und sollen laut dem Unternehmen für mehr Erquickung bei den "Schlafkunden" sorgen als ein ausgedehnter Mittagsschlaf jemals erreichen würde. Zeitersparnis sei dabei das zentrale Kriterium.

"Im Gegensatz zum gesunden Mittagsschlaf wie wir ihn einmal am Tag kennen, ist das ,Power Napping' gegen die natürliche innere Uhr gerichtet und ist folglich als eine Abkehr vom traditionellen Tag-Nacht-Schlafzyklus zu bewerten", erläutert Burkhard Hofmann von der Lungenklinik Ballenstedt http://www.lungenklinik-ballenstedt.de im Gespräch mit pressetext. Im Detail ist das New Yorker Schlafzentrum für Übermüdete rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Bei häufig nur zwei Stunden Schlaf in heimischen Betten, bietet sich diese Schlafalternative in Schlafkabinen des "YeloNap"-Centers nicht nur für viel beschäftigte Manager an, so Yelo. Der "Power Nap" als Mehrphasen-Schlafextremform für zwischendurch, scheint sich vor allem in Megastädten immer größerer Beliebtheit zu erfreuen.

So gibt es Menschen, die ihre nächtlichen Ruhephasen nur noch mit "Power Naps" bedienen, indem alle vier Stunden ein 20-minütiges Nickerchen eingelegt wird. Wissenschaftlich umstritten bleibt hingegen der Sinn solcher Art von Mehrphasen-Schlafmustern, die auch unter dem Pseudonym "Uberman" bekannt sind und mittlerweile von mehr und mehr Anwendern praktiziert werden. Der "Uberman" tauchte erstmals 2000 im Internet auf, als eine Amerikanerin unter dem Decknamen "PureDoxyK" in Blogs immer wieder davon berichtete, wie sie als Collegestudentin dieses Schlafmuster über Monate hinweg praktizierte.

"Wesentlich scheint mir, dass sich der Nachtschlaf nicht bzw. nur schwer aufteilen lässt, obwohl der Mensch, wenn er beispielsweise etwas am Abend vor hat, etwas vorschlafen und somit das Müdigkeitsgefühl gering unterdrücken kann", meint der Schlafforscher Jürgen Zulley vom Schlafmedizinischen Zentrum am Bezirksklinikum Regensburg http://www.medbo.de/532.0.html im pressetext-Gespräch. Demnach fände nur nachts eine aktive Erholung für den Körper statt, wobei auch komplexe Verdauungszyklen den kontinuierlichen, ununterbrochenen Schlaf benötigten, so der Experte.

Laut "PureDoxyK" seien für den Erfolg dieser Schlafmethode jedoch zwei wesentliche Voraussetzungen nötig: Disziplin beim Einhalten der Nickerchen und ausreichendes Stehvermögen in der rund zehn Tage dauernden Übergangsphase. Dass die damit verbundene "Zeitersparnis" jedoch für den Körper nicht gänzlich ungefährlich ist, zeigen Beschwerden wie wiederkehrende Kopfschmerzen sowie permanente Zerschlagenheit, die den meisten bereits nach kurzer Zeit eine Rückkehr zum "traditionellen" Permanent-Nachtschlaf abverlangt.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
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