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pte20070618021 Technologie/Digitalisierung, Produkte/Innovationen

Per SMS auf Verbrecherjagd

"Text a Tip Program" als Waffe im Kampf gegen Gang-Kriminalität


SMS-Dienst soll Zeugen den Mund öffnen (Foto: pte.at)
SMS-Dienst soll Zeugen den Mund öffnen (Foto: pte.at)

Boston (pte021/18.06.2007/12:26) - Angesichts ausufernder Gewalt greift die Bostoner Polizei http://www.cityofboston.gov/police bei der Verbrecherjagd zu einem ungewöhnlichen Mittel. Per SMS wollen die Beamten es Zeugen nun ermöglichen, komplett anonyme Hinweise zu geben. Damit sollen insbesondere Personen aus dem Gangmilieu, denen bei einem Hinweis an die Polizei Vergeltung droht, zu Aussagen animiert werden. Die "Regeln der Straße" würden die Verbrechensaufklärung enorm erschweren, klagt der Bostoner Polizeipräsident Edward Davis im Boston Herald.

Die "Text a Tip Program" getaufte Verbrecherjagd per SMS sei noch anonymer als ein Anruf, bei dem man mit einem Polizisten sprechen müsse, so Davis. Die kostenlose Hinweisnummer werde damit unnötig. Um im Rahmen des neuen Systems einen Hinweis zu geben, müssen Zeugen das Wort "Tip" (Hinweis) als Nachricht an die Nummer 27463 - das entspricht den Buchstaben für C-R-I-M-E (Verbrechen) auf der Handytastatur - schicken. Die Identifizierung des Senders ist blockiert, Polizeibeamte antworten per SMS, um nach Details zu fragen.

Sollte die Information zur Festnahme eines Verdächtigen führen und Anklage erhoben werden, sei der Hinweisgeber berechtigt, eine Belohnung von bis zu 1.000 Dollar zu erhalten. Anonymität werde gewährleistet, heißt es bei der Bostoner Polizei. Zur eigenen Sicherheit sollten die Zeugen aber jegliche Nachrichten an oder von der Polizei aus den In- und Out-Boxen ihrer Handys löschen. http://www.cityofboston.gov/police/cristop.asp

In Österreich ist der Hinweis per SMS derzeit noch kein Thema. "Bei uns ist die Vertraulichkeit bei jedem Hinweis ohnehin gegeben", sagt Gerald Hesztera, Sprecher des österreichischen Bundeskriminalamtes http://www.bmi.gv.at , gegenüber pressetext. Man wolle sich erst einmal anschauen, ob die Bostoner SMS-Aktion wirkliche Erfolge bringt. Derzeit ist es bei allen Meldestellen der Polizei möglich, per E-Mail Hinweise zu möglichen Verbrechen zu geben.

Anders als in Österreich sehen sich US-Großstädte mit einer stärker werdenden Welle der Gewalt konfrontiert. Bis dato sind in Boston bereits 27 Morde verübt worden und damit beinahe genauso viele wie im Vorjahr. Weil Zeugen sich fürchten Hinweise zu geben, bleiben viele Fälle unaufgeklärt. Erst wenige Tage vor der Einführung des SMS-Systems war im Bostoner South End der Bruder eines Mordopfers von Gangmitgliedern verprügelt worden, um zu verhindern, dass er mit der Polizei spricht.

In Deutschland hat das BKA vor vier Jahren das Thema SMS-Fahndung von einem anderen Gesichtspunkt aus in Angriff genommen. Hier sollten Fahndungsaufrufe via SMS an Bürger versendet werden, die sich zuvor auf einer Website http://www.sms-fahndung.de freiwillig zur Teilnahme bereit erklärt hatten. Das System sollte als Ergänzung zu Funk und Fahndungsaufrufen via Medien genutzt werden, ist allerdings aufgrund der geringen Akzeptanz im Sand verlaufen.

(Ende)
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