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pte20070518010 Technologie/Digitalisierung, Forschung/Entwicklung

Bakterien speichern Musik, Videos und Dokumente

Langzeitarchivierung für Millionen von Jahren


Fujisawa (pte010/18.05.2007/12:00) - Einem Team japanischer Forscher ist es gelungen, mithilfe von Bakterien Daten zu speichern. Wie der Wissenschaftler Masaru Tomita von der Keio Universität in Fujisawa http://www.keio.ac.jp mitteilte, hat es sein Team geschafft, Bakterien mit Einsteins Formel "E =MC2" und "1905", dem Jahr der Veröffentlichung, zu programmieren. Die Forscher schreiben ihre Daten in den genetischen Code der Bakterien, berichtet AP. Die Informationen bleiben erhalten, solange die Organismen leben - möglicherweise Millionen von Jahren.

Bei der Programmierung der Bakterien bedienen sich die Forscher des Prinzips, dass der genetische Code mit den Buchstaben A, T, G und C dargestellt wird. Das Schreiben des Codes funktioniere in vielen Bereichen wie das Schreiben von digitalen Daten, meinen die Forscher. Die digitalen Informationen werden durch Kombinationen der Basenpaare dargestellt. Somit können in den DNA-Strängen der Bakterien Daten wie Musik, Videos, Dokumente und andere Inhalte abgespeichert werden. Durch die enorm lange Lebensdauer der Bakterien entsteht ein Langzeitspeicher, der mechanischen Speichermedien weitaus überlegen ist. Auf die Erscheinungsform der Bakterien habe die Programmierung keinen Einfluss, hält Tomita fest.

Kritiker der Bakterienspeicher-Technologie bringen als Einwand, dass die Information verloren gehen kann, sollte es zu einer Mutation der Bakterien kommen. Um dies zu verhindern, werden die Informationen laut Tomita an vier Stellen im Bakterium gleichzeitig abgespeichert. "Mir gefällt die Idee. Wir brauchen jedoch noch mehr praktische Anwendungen", meint der Bakterien-Experte Katsumi Doi von der Universität Kyushu. Um die abgelegten Informationen wieder zu erhalten, muss man den Code wieder entschlüsseln. Die Anwendungen für diese Form der Langzeitspeicherung haben einen Hauch von Science-Fiction. "Viele Menschen haben noch nicht einmal darüber nachgedacht, Daten für Tausende von Jahren zu speichern", sagt Tomita. "Wir denken hier an Hunderte von Millionen Jahren."

(Ende)
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