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pte20060223001 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Neue Methode zur Entschlüsselung des Zucker-Codes

Wechselwirkungen enthüllen medizinische Wirksamkeit


Zuckermoleküle sind sehr komplex aufgebaut
Zuckermoleküle sind sehr komplex aufgebaut

Braunschweig (pte001/23.02.2006/06:05) - Wissenschaftler der Technischen Universität Braunschweig http://www.tu-braunschweig.de haben eine Methode entwickelt, dem komplexen Wirken von Kohlenhydraten auf die Spur zu kommen und Zuckerverbindungen aufzubauen. Dazu hat ein Forscherteam um Jürgen Seibel ein Werkzeug entworfen und hergestellt, das als Sensor dient, um Wechselwirkungen zwischen Kohlenhydraten und bakteriellen Giften, Viren oder sogar Tumorzellen zu entdecken. Ihr Verfahren veröffentlichen die Wissenschaftler derzeit im Fachmagazin ChemBioChem http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/jhome/72510898 .

"Glycochip" nennen die Forscher ihr Werkzeug, dessen Oberfläche mit Hilfe von Transferase-Enzymen mit einer Kohlenhydratschicht überzogen wird. "Der Chip funktioniert wie ein Auslese-Raster", erklärt Jürgen Seibel, Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Technische Chemie der TU Braunschweig, im Gespräch mit pressetext. Wenn ein Zucker mit einem anderen Molekül, beispielsweise einem Bakteriengift, in Wechselwirkung tritt, können die Forscher das an fluoreszierendem Leuchten sehen.

"Das Besondere an unserer Entwicklung ist, dass hergestellte Kohlenhydrate mit spezifischen Eigenschaften identifiziert werden können", führt der Wissenschaftler aus. Daraus könnten neuartige Wirkstoffe zur Bekämpfung von Infektionskrankeiten oder bei der Wundheilung entstehen. "Zuckerverbindungen zu kennen und ihre Interaktion mit anderen Molekülen zu verstehen ist enorm wichtig", betont Seibel. Schließlich sind etwa 80 Prozent der Zelloberflächen von Zucker bedeckt, die dort eine Vielzahl anderer Stoffe erkennen, Signale weiterleiten und mit anderen Zellen kommunizieren.

Überdies kann mit dem Chip im kleinen Format bereits innerhalb von einigen Stunden gezielt Zucker aufgebaut werden, was auf anderem Wege bis zu einem Jahr dauern kann. Jetzt ist es möglich, schnelle Rückschlüsse auf den Zucker-Code und damit auch auf ihren medizinischen Einsatz zu ziehen.

(Ende)
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Ansprechpartner: Lisa Hartmann
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