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pte20031128046 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Verhütungsmittel-Spray im Test

Hormon Nestoron wirkt nur über Haut


Sydney (pte046/28.11.2003/17:21) - Der erste klinische Versuch eines Spray-Verhütungsmittels wird Anfang 2004 in Australien durchgeführt. Das Hormon Nestoron, das in anderen Versuchen bereits erfolgreich getestet wurde, soll als Hautspray in geringer Dosis aufgebracht werden und als Niedrig-Hormon-Verhütungsmittel vor Schwangerschaft schützen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com .

Separatstudien mit den einzelnen Komponenten des Wirkstoffes sind nach Angaben des Population Council http://www.popcouncil.org , einer amerikanischen Non-Profit-Organisation positiv verlaufen. Nestoron ist ein synthethisches Progestin, dessen Rechte das Population Council besitzt. Das Hormon kann nicht als Pille verwendet werden, weil es im Verdauungstrakt völlig zerstört wird und so nicht in die Blutbahn gelangen kann. Versuche mit dem Hormon als Gel und als Haut-Implantat sind nach Angaben von Ian Fraser, einem Experten für Reproduktionsmedizin an der Universität Sydney positiv verlaufen. Von der Sprayform versprechen sich die Mediziner den Vorteil, dass es nicht so leicht abwaschbar ist wie etwa als Hautgel.

Dem Prinzip nach funktioniert der Spray wie ein wasserlöslicher Sonnenschutz, der über die Haut aufgenommen wird. Versuche an Frauen im Wechsel, denen Hormone unter die Haut implantiert wurden, zeigten, dass sich diese Hormone in einem Reservoir sammeln und dann langsam ins Blutsystem transportiert werden. "Dadurch wird das Präparat langsam aber stetig in den Körper gebracht. Ganz im Unterschied zur oral eingenommenen Pille, die einen schnellen Anstieg und dann einen rapiden Abfall des Hormonspiegels bewirkt", so Andrew Humberstone, Forschungsdirektor von Acrux, dem Melbourner Unternehmen, das die Spray-Technologie unterstützt. Der Wissenschaftler sieht vor allem in der niedrigeren Dosis des Hormons den großen Vorteil, denn dadurch würden die Nebeneffekte auch geringer bleiben. Einen weiteren Vorteil bringe das auch für stillende Mütter, die verhüten: Wenn die Muttermilch Nestoron enthält, stelle dies keine Gefahr für das Baby dar, da das Hormon im Verdauungstrakt der Babys zerstört wird.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
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