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Damit der neue Fertigrasen im Garten richtig anwächst

Nach der Lieferung den Rasen zügig verlegen und anschließend gründlich walzen


Walzen des Rollrasens nach der Verlegung wegen besseren Bodenkontakts (Foto: Dirk Schmidt)
Walzen des Rollrasens nach der Verlegung wegen besseren Bodenkontakts (Foto: Dirk Schmidt)

Berlin (ptp001/24.05.2026/10:10)

Wer schon viele Rasenflächen angelegt hat, weiß aus Erfahrung: Fertigrasen sieht nach dem Ausrollen schnell fertig aus, ist es aber noch lange nicht. Die grüne Fläche liegt zwar sofort geschlossen im Garten, doch ob daraus ein belastbarer Rasen wird, entscheidet sich in den ersten Tagen nach der Lieferung. In dieser Zeit braucht der neue Rasen vor allem guten Bodenkontakt, ausreichend Feuchtigkeit und eine Verlegung, die ohne unnötige Pausen durchgeführt wird.

Gerade im Frühjahr lässt sich Rollrasen meist gut verarbeiten, weil der Boden schon warm genug ist, die Gräser ins Wachstum kommen und die große Sommerhitze noch ausbleibt. Trotzdem sollten die Rollen nicht lange liegen bleiben, denn Fertigrasen reagiert schnell auf Wärme und Trockenheit. Aus der Praxis gilt deshalb: Erst den Boden vorbereiten, dann liefern lassen. Alte Rasennarben, Unkraut, Steine und grobe Wurzelreste müssen raus, der Untergrund wird gelockert und eben abgezogen, damit die Rasensoden später vollflächig aufliegen und sich keine Wellen im neuen Rasen zeigen.

Warum das Walzen nach der Verlegung so wichtig ist

Nach dem Ausrollen kommt ein Schritt, der aus meiner Sicht oft unterschätzt wird: das Walzen. Dabei geht es nicht darum, mit möglichst viel Gewicht über die Fläche zu fahren, sondern die Soden sauber an den vorbereiteten Boden anzudrücken. Entscheidend ist, dass die Soden gleichmäßig aufliegen, der Bodenkontakt überall entsteht und keine losen Stellen zurückbleiben. Nur wenn die Unterseite der Rasensoden wirklich Kontakt zur Erde hat, können die jungen Wurzeln zügig einwachsen.

Bleiben Hohlräume unter der Fläche, entstehen fast immer Probleme. An diesen Stellen finden die Wurzeln keinen sauberen Anschluss, Wasser verteilt sich schlechter und die Sode kann von unten her austrocknen. Später erkennt man solche Bereiche häufig an helleren Flecken, schwächerem Wuchs oder Kanten, die sich nicht richtig schließen. Das Walzen ist deshalb keine Nebensache, sondern ein wichtiger Teil der Anwuchspflege.

Richtig gemacht wird die Fläche nach dem Verlegen gleichmäßig, aber nicht brutal gewalzt. Der Boden soll nicht zugeschmiert oder verdichtet werden, denn ein zu stark verdichteter Untergrund nimmt Wasser schlechter auf. Ein guter Gartenbauer achtet darauf, dass die Soden fest anliegen, ohne die Struktur des Untergrunds zu zerstören. Gerade bei feuchtem Lehmboden ist Fingerspitzengefühl gefragt, weil zu viel Druck mehr schadet als nutzt.

Direkt nach dem Walzen folgt das Wässern. Auch hier zählt nicht der schnelle Blick auf grüne Halme, sondern die Feuchtigkeit im Wurzelbereich. Das Wasser muss durch die Sode hindurch bis in den vorbereiteten Boden gelangen, damit sich dort die neue Wurzelverbindung bilden kann. In den ersten zwei bis drei Wochen sollte die Fläche regelmäßig kontrolliert werden, weil die Oberfläche täuschen kann und darunter trotzdem Trockenheit entstehen kann. Er darf nicht austrocknen, sollte aber auch nicht dauerhaft im Wasser stehen.

Selber verlegen oder einen Fachbetrieb holen?

Ob man Rollrasen selbst verlegt oder einen Fachbetrieb beauftragt, hängt vor allem von Fläche, Boden und Erfahrung ab. Kleine, gut erreichbare Bereiche kann ein geübter Heimwerker schaffen, wenn der Untergrund vorbereitet ist, Helfer bereitstehen und die Soden nach der Lieferung zügig verarbeitet werden.

In der Praxis zeigt sich aber schnell, dass Rollrasen keine Arbeit für nebenbei ist: Bahnen müssen sauber aneinanderstoßen, Zuschnitte an Wegen und Beeten brauchen Ruhe, und wer ungenau arbeitet, riskiert später ungleichmäßige Stellen. Bei größeren Flächen, schweren Böden, Hanglagen oder verwinkelten Gärten ist ein Fachbetrieb meist die bessere Wahl, weil er Erfahrung, Werkzeug und Routine mitbringt, Schwächen im Untergrund schneller erkennt und dafür sorgt, dass Fertigrasen gleichmäßiger anwächst und der Rasen früher normal nutzbar wird.

Worauf es in den ersten Tagen nach der Verlegung besonders ankommt

Fertigrasen verzeiht manche Kleinigkeit, aber keine schlechte Vorbereitung und keine Trockenheit in der Anwachsphase. Die Soden müssen dicht an dicht liegen, an den Fugen sauber schließen und dürfen nicht auseinandergezogen werden. Kleine Reststücke gehören nicht in stark belastete Bereiche, weil sie dort schneller austrocknen oder sich später verschieben können.

Nach dem Walzen und Wässern sollte man die Fläche zunächst schonen. Betreten lässt sich der Rasen nur für notwendige Pflegearbeiten, denn Gartenmöbel, Spielen oder häufiges Darüberlaufen belasten die junge Fläche zu früh. Lässt sich eine Ecke der Sode kaum noch anheben, hat der Rasen bereits guten Anschluss gefunden. Auch der erste Schnitt erfolgt erst, wenn die Halme sichtbar weitergewachsen sind. Gemäht wird mit scharfem Messer und nicht zu tief, damit die junge Fläche Kraft für die Wurzelbildung behält. Weitere Informationen zu diesem Thema unter: www.baumpflege-und-garten.de/fertigrasen/gartenzeitim-mai-fertigrasen-verlegen-und-anwachsen-lassen/.

Für den Erfolg ist am Ende nicht ein einzelner Arbeitsschritt, sondern die saubere Abfolge entscheident. Der Boden muss stimmen, die Lieferung sollte gut geplant sein, die Soden müssen zügig verlegt werden und das Walzen sorgt dafür, dass der neue Rasen wirklich Kontakt zum Untergrund bekommt. Wer danach gleichmäßig wässert, die Fläche in den ersten Wochen nicht überfordert und auf frühe Anzeichen von Trockenheit achtet, schafft gute Voraussetzungen für einen dichten, belastbaren Gartenrasen.

(Ende)
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