|
VORSCHAU
Frühere Meldungen
PRESSETERMINE
Osteria Allora art.wallensteinplatz
20.05.2013 00:00 Swisscom Shop 21.05.2013 00:00 Sonova Holding AG 21.05.2013 00:00 AKTUELLES PRESSEFOTO
IR Nachrichten
17.05.2013 14:05
Erste Group Bank AG
17.05.2013 14:00
Erste Group Bank AG
16.05.2013 15:20
BKS Bank AG
EUROPA NACHRICHTEN
MEDIEN
Do, 12.04.2012 06:05
pte20120412002 Forschung/Technologie, Computer/Telekommunikation
USA: Angst vor gehackten Herzschrittmachern
Ein Beratergremium fordert staatliche Kontrolle
Washington (pte002/12.04.2012/06:05) - Ein Gremium, das die US-Regierung in Datenschutz- und Sicherheitsfragen berät, fordert, dass die Sicherheit von tragbaren medizinischen Geräten künftig vor der Markteinführung von einer Behörde kontrolliert werden soll. Außerdem soll eine Meldestelle eingerichtet werden, die Sicherheitsprobleme sammelt. So sollen eventuelle Lücken schneller geschlossen werden. Anlass für die Besorgnis ist der technische Fortschritt. Immer häufiger sind medizinische Geräte mit drahtlosen Schnittstellen ausgestattet. In der Vergangenheit haben erfolgreiche Hacks von Herzschrittmachern und Insulinpumpen wiederholt für Aufmerksamkeit gesorgt. "Mir ist kein einziger Fall aus dem Alltag bekannt, bei dem ein medizinisches Gerät gehackt wurde", sagt Medtronic-Sprecher Andreas Bohne http://www.medtronic.com gegenüber pressetext. Medtronic gibt an, dass nur wenige Geräte überhaupt Kommunikation über größere Distanzen zulassen. Ein potenzieller Angreifer müsste also meist sehr nahe an sein Opfer herankommen. Herzschrittmacher, auf die über größere Distanz zugegriffen werden kann, sind laut dem Hersteller medizinischer Technik nur dann zugänglich, wenn Untersuchungen vorgenommen werden. Ansonsten sei die Schnittstelle inaktiv, heißt es. Potenziell tödlich Auch wenn medizinische Geräte bisher nur unter Laborbedingungen gehackt wurden, sind mögliche Sicherheitslücken wegen ihrer potenziell fatalen Konsequenzen ein Anlass zur Besorgnis. In einem Brief an das Büro für Management und Budget fordern die US-Regierungsberater einheitliche Sicherheitsstandards für tragbare medizinische Geräte. Die Sicherheit soll ohne zusätzlichen Aufwand von den Herstellern gewährleistet werden. Die Experten schlagen auch vor, dass die Regierung die Information über etwaige Risiken übernimmt. Krankenhäuser hätten aus Angst vor Klagen wenig Anreize, Sicherheitsprobleme zu melden, heißt es in dem Schreiben. Wie einfach es ist, manche Geräte zu knacken, hat ein US-Sicherheitsexperte im August 2011 bewiesen. Er hackte auf einer Konferenz seine eigene Insulinpumpe. Lediglich ein sechsstelliger Code schützte die Einstellungen des Gerätes vor dem Zugriff durch Unbefugte. Mit einem simplen Codeknacker-Programm kann so jede beliebige Insulinpumpe angesteuert werden. Schon 2008 haben Forscher gezeigt, dass Schrittmacher und Defibrilatoren geknackt werden können. Die Geräte können von außen dazu gebracht werden, tödliche Schocks abzugeben oder sich einfach abzuschalten. Eine angemessene Verschlüsselung könnte hier bereits Abhilfe schaffen, sagen die Forscher. (Ende)
PRESSETEXT.TV
ETARGET
FOCUSTHEMA
SPECIALS
Werbung
middleAdvertising
|