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Sa, 26.11.2011 06:00
pte20111126001 Politik/Recht, Unternehmen/Finanzen
Peter Jankowitsch spricht sich für Eurobonds aus
Österreichs Ex-Außenminister fordert einheitliche Wirtschaftsregierung
Wien (pte001/26.11.2011/06:00) - Streitereien über Maßnahmen und Lösungen zur Schuldenkrise dominieren den europäischen Politikalltag. Viele Experten meinen, dass der Kontinent vor dem Abgrund steht. Eine wesentlich optimistischere Einstellung hat Peter Jankowitsch, Ex-Staatssekretär für Europafragen und ehemaliger Außenminister der Republik Österreich. pressetext sprach mit dem langjährigen Politiker über die aktuelle wirtschaftliche Lage in Europa, die Zukunft des Euro und die Sinnhaftigkeit einer einheitlichen Wirtschaftsregierung. pressetext: Herr Jankowitsch, die derzeitige politische und wirtschaftliche Lage in Europa ist - gelinde gesagt - katastrophal. Die Schuldenkrise hat den Kontinent fest im Griff. Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage in Europa? pressetext: Eine Vereinheitlichung bedeutet eine Abgabe von Souveränitätsrechten einzelner Staaten an die EU - Kritiker sprechen in diesem Zusammenhang schon von einer EUdSSR. Befürworten Sie einen EU-Zentralismus? pressetext: Eurobonds laden doch gerade zum Schuldenmachen ein. Wirtschaftlich starke Länder wie Deutschland und Österreich wären benachteiligt, während Länder mit schlechter Kreditwürdigkeit wie Griechenland profitieren würden. Ist das nicht kontraproduktiv? pressetext: Wo wird Europa in zehn Jahren stehen? Wird es den Euro noch geben? pressetext: Ihre Sichtweise ist trotz eines gigantischen Rettungsschirmes, der laut Finanzexperten auch zur Inflation führen könnte, sehr optimistisch. pressetext: Nicht nur Griechenland, auch Italien und Frankreich - Moody's droht bereits mit einer Herabstufung - zählen schon zu den Sorgenkindern. Werden wir in beiden Ländern ähnliche Entwicklungen wie in Griechenland sehen? pressetext: Werfen wir einen Blick nach Österreich: Auch hierzulande sind die Staatsschulden eindeutig zu hoch. pressetext: Offenbar sieht die österreichische Regierung den Schuldenabbau sehr wohl als moralische Verpflichtung an und will diesen in der Verfassung verankern. Ist dies ein richtiger Schritt? pressetext: Vielen Dank für das Gespräch. (Ende)
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