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pte20110301001 Medizin/Wellness, Kultur/Lifestyle
Väter sollten bei der Geburt dabeisein
Erleben des Beginns macht Männer feinfühliger und geduldiger
Stolzer Vater: Das Miterleben der Geburt prägt auch den Vater (Foto: FlickrCC/Sittig)
Stolzer Vater: Das Miterleben der Geburt prägt auch den Vater (Foto: FlickrCC/Sittig)

Göteborg (pte001/01.03.2011/06:05) - Obwohl sie am Geburtsprozess selbst keine vorrangige Rolle spielen, sollten werdende Väter im Kreissaal anwesend sein. Dazu raten Forscher der Universität Göteborg http://www.gu.se in der Fachzeitschrift "Midwives". "Väter sagen im Nachhinein oft, das Miterleben der Geburt hätte sie reifer, geduldiger und feinfühliger für die Signale des Babys gemacht. Auch Frau und Kind profitieren von ihrer Anwesenheit, doch gibt es für Väter noch kaum geeignete Geburtsvorbereitung", berichtet die Studienautorin Ana Premberg im pressetext-Interview.

Händchenhalter mit Ängsten

Die Forscher befragten frischgebackene Väter sechs Wochen nach der Geburt nach ihren Erfahrungen, wobei sie mit einer speziellen Lebenswelt-Methodik vorgingen. Die meisten Befragten wollten Geburt und Wehen von sich aus miterleben, manche waren von ihren Frauen dazu überredet worden. "Für die Frau ist es eine Erleichterung, beim Durchhalten der Wehen einen Beistand zu haben, der die Hand hält. Oft übernimmt der Mann es auch, in strittigen Momenten mit dem Krankenhauspersonal zu sprechen", so Premberg.

Als werdender Vater im Kreissaal zu stehen ist allerdings eine große Herausforderung. "Schwierig ist besonders, den Geburtsschmerz der Frau zu sehen und nichts dagegen tun zu können. Viele sind besorgt um das Wohl von Frau und Kind und fürchten, dass etwas schief gehen könnte. Auch das Blut, die Spitalssituation und der Übergang in etwas völlig Unbekanntes machen den Männern zu schaffen", so die Hebamme. Trotz ambivalenter Gefühle wollen die meisten ihrer Frau Sicherheit und Coolness vermitteln, was ein schwieriger Spagat sei.

Geburtsvorbereitung für Männer

Damit sie bei der Geburt ihren Part übernehmen können, fordert Premberg bessere Vorbereitung für Väter. "Obwohl heute die meisten Paare beim ersten Kind gemeinsam in den Geburtsvorbereitungskurs gehen, ist der Vater oft nur der Mutter zuliebe dabei. Man sollte ihn mehr einzubinden und Männerthemen Raum geben." Nur vereinzelt bieten Hebammen bei Männerabenden Austausch oder gedankliche Vorbereitung auf den Geburtsvorgang aus Männersicht. Für viele Männer sei die wichtigste Informationsquelle allerdings der Austausch mit Arbeitskollegen oder Angehörigen, die bereits Vater sind.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Johannes Pernsteiner
Tel.: +43-1-81140-316
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Website: www.pressetext.com
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