VORSCHAU




WETTER
Graz: wolkig
20°
Innsbruck: heiter
22°
Linz: Regenschauer
20°
Wien: wolkig
21°
© wetter.net

Stadtname / PLZ

AKTIENKURSE
 
LEBEN
Di, 23.11.2010 11:00
Meldung drucken Artikel weiterleiten
pte20101123012 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Erstmals Stammzellen gegen Blindheit eingesetzt

Retinale Pigmentepithelzellen werden direkt ins Auge injiziert
Auge: Bei Morbus Stargardt erblinden die Betroffenen (Foto: Templermeister/pixelio.de)
Auge: Bei Morbus Stargardt erblinden die Betroffenen (Foto: Templermeister/pixelio.de)

Worcester (pte012/23.11.2010/11:00) - Erstmals sollen zwölf Menschen, die durch eine vererbte bereits in der Kindheit auftretende Krankheit fast blind sind, mit menschlichen embryonalen Stammzellen behandelt werden. Durchgeführt werden die Tests von Advanced Cell Technology (ACT) http://advancedcell.com , einem Unternehmen, das seit 2004 an der Entwicklung dieses Behandlungsansatzes arbeitet.

Betroffene erblinden

An Morbus Stargardt, einer Form der Makuladegeneration leidet in den USA einer von 8.000 Menschen. Die Sehkraft nimmt nach dem sechsten Lebensjahr ab. Die retinalen Pigmentepithelzellen beginnen abzusterben. Verantwortlich dafür ist vermutlich ein defektes Gen. Ohne die retinalen Pigmentepithelzellen, die sie unterstützen und nähren, sterben auch die benachbarten Fotorezeptorzellen ab, die Lichtsignale auffangen. In der Folge erblinden die Betroffenen.

Die Sehkraft der an den Tests teilnehmenden Patienten ist bereits so gering, dass sie fast nur noch die Bewegung ihrer eigenen Hand wahrnehmen können. Ihnen werden zwischen 50.000 und 200.000 retinale Pigmentepithelzellen (RPEs) in die Augen injiziert. Ziel ist es laut dem leitenden Wissenschaftler Robert Lanza, den Verlust der Fotorezeptorzellen zu stoppen. Durch die Implantate, die kein defektes Gen enthalten, soll eine weitere Verschlechterung verhindert oder sogar eine Verbesserung des Zustands erreicht werden.

Ideale Indikation

Lanza hofft, dass sich der neue Behandlungsansatz als sicher erweist und bereits innerhalb von sechs Monaten Fortschritte zu beobachten sind. Die Entwicklung der neuen Zellen zu beobachten, ist relativ einfach, da sie mit einem Mikroskop sichtbar gemacht werden können. Sollten sich Nebenwirkungen einstellen, können sie auch entfernt werden. Diese Möglichkeit zur Überprüfung des Behandlungserfolges gibt es bei den seit Oktober stattfindenden Tests bei Rückenmarksverletzungen nicht. Laut Lanza handelt es sich bei Morbus Stargardt daher um eine ideale Indikation. Es gebe einfach einen konkreten Punkt bis zu dem die Sehschärfe festgestellt werden kann.

In den nächsten Wochen wird das Unternehmen laut NewScientist bei der U.S. Food and Drug Administration (FDA) http://www.fda.gov um weitere Genehmigungen ansuchen. Bei der altersbedingten Makuladegeneration führt die Alterung der retinalen Pigmentepithelzellen am Ende zum Verlust der Sehkraft. An dieser Krankheit leiden weltweit rund 30 Mio. Menschen. Laut Lanza könnte der erste Freiwillige innerhalb von zwei Monaten in einem der sechs an den Tests teilnehmenden US-Krankenhäuser behandelt werden. Tests mit menschlichen embryonalen Stammzellen sollen bald auch für eine Reihe anderer Krankheiten wie Diabetes oder Herzerkrankungen durchgeführt werden.

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.redaktion
   
Wie fanden Sie diese Meldung?
Weitersagen
likes dislike Share Share |
Social Media
ETARGET

FOCUSTHEMA


SPECIALS


Werbung
middleAdvertising