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Do, 17.05.2012
pte20101018015 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
Facebook-Apps senden User-Daten an Werbefirmen
Auch strengste Privatsphäre-Einstellung schützt nicht vor Missbrauch
Palo Alto (pte015/18.10.2010/11:25) - Das weltgrößte Social Network Facebook steht erneut im Mittelpunkt eines Datenschutzskandals. Ausgerechnet die bei den Usern beliebten und millionenfach verwendeten Programme von Drittanbietern (Apps) verschicken nach Informationen des Wall Street Journals relevante Nutzerdaten an Werbeunternehmen. Die Vorgehensweise stellt einen Verstoß gegen die Facebook-Regeln dar. Dabei bieten selbst die strengsten Privatsphäre-Einstellungen keinen Schutz vor dem Versand der Daten. Dutzende Empfänger Bei Gebrauch versenden die Zusatzapplikationen die persönliche User-ID-Nummer, die jedem Facebook-Mitglied bei der Anmeldung zugewiesen wird, an "Dutzende" Empfänger. Dadurch können die Werbefirmen zumindest den Namen des Accounts erschließen. Hat der User an seinem Profil weniger strenge Privatsphäre-Einstellungen vorgenommen, sind den Datensammlern auch Informationen wie Alter, Herkunft, Beruf oder Fotos zugänglich. Anhand der Daten bilden die Unternehmen Profile der Nutzer und verfolgen ihre Online-Aktivität. Die Lücke betrifft offenbar mehrere Millionen Mitglieder des sozialen Netzwerks. Alle der zehn beliebtesten Facebook-Anwendungen haben laut WSJ Daten an externe Unternehmen verschickt - darunter etwa Zyngas Online-Game FarmVille mit 59 Mio. Spielern. Die App versendet zudem persönliche Informationen über die Facebook-Freunde der betroffenen Nutzer. Zumindest 25 Unternehmen haben von den Apps Angaben über ihre User empfangen. Der Großteil der Programme wird den Nutzern von unabhängigen Software-Entwicklern zur Verfügung gestellt. Facebook hat Schritte angekündigt, um die Datenlücke zu schließen. (Ende)
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