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Sa, 11.02.2012
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pte20100906003 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
Craigslist entfernt Erotik-Anzeigen
Zensur nach öffentlicher Kritik
Bei Craigslist sind die Erotik-Angebote mittlerweile zensiert worden (Foto: sfbay.craigslist.org)
Bei Craigslist sind die Erotik-Angebote mittlerweile zensiert worden (Foto: sfbay.craigslist.org)

San Francisco (pte003/06.09.2010/06:15) - Craigslist http://www.craigslist.org , der weltgrößte Anbieter von Kleinanzeigen im Internet, hat nach anhaltender öffentlicher Kritik den Bereich für Erotik-Anzeigen für den US-Markt zensiert. Außerhalb des Landes sind die Einträge weiterhin verfügbar. Die Unternehmensführung gab bislang kein offizielles Statement für ihr Handeln ab, berichtet die BBC.

Heftige Kritik

Die entsprechenden Bereiche auf der Website seien lediglich mit der Meldung "Zensiert" ersetzt worden. In der Vergangenheit wurde Craigslist immer wieder heftig kritisiert: Staatsanwälte und Interessensgruppen bezeichneten die entsprechenden Anzeigen als virtuelle Plattform für Zuhälter und Prostituierte.

Bereits vergangenes Jahr hatte Craigslist den bisherigen freien Erotik-Bereich durch ein kostenpflichtiges Service ersetzt - nach offizieller Kritik von 40 Staatsanwälten. Zudem sollte ab diesem Zeitpunkt jede Anzeige vor der Veröffentlichung kontrolliert werden. Damit hätte Craigslist "seine Aufgabe über die gesetzlichen Vorgaben hinaus erfüllt", so Craigslist-Chef Jim Buckmaster in einem Statement im vergangenen Mai.

Die Website sei damit "führend im Kampf gegen Menschenhandel und Ausbeutung". Kritiker konfrontierten Craigslist dennoch mit schweren Vorwürfen. Die Seite würde zum Beispiel Kinderprostitution erleichtern, so die Gegner. Kürzlich geriet das Unternehmen erneut in die öffentliche Diskussion, nachdem sich ein Gefängnisinsasse umgebracht hatte, der beschuldigt worden war, eine Masseurin ermordet zu haben, die er über Craigslist kennengelernt haben soll.

Lob für Erotik-Sperre

Von Seiten der Staatsanwaltschaft wird die Sperre des Erotik-Bereichs auf der Website gelobt. "Wir begrüßen jeden Schritt in Richtung der Entfernung der Erotik-Anzeigen und Prostitutions-Werbungen, so wie wir es gefordert haben und werden das Vorgehen des Unternehmens weiterhin beobachten", so der Staatswalt von Connecticut, Richard Blumenthal. Craigslist solle nun als Vorbild für andere Seiten dienen.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Georg Eckelsberger
Tel.: +43-1-81140-300
E-Mail:
pressetext.austria
   
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