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pte20100904003 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation
Apples Ping bereits jetzt mit Spam überflutet
Expteren empfehlen dennoch Umstieg auf iTunes 10
Cupertino/Bochum (pte003/04.09.2010/06:10) - Apples musikbezogenes soziales Netzwerk "Ping" ist gerade einmal zwei Tage alt und schon wird es zur Spielwiese für Spammer. Cyberkriminelle ködern Nutzer mit heimtückischen Tricks. Zwar handelt es sich laut Sophos derzeit noch großteils um harmlosen Spam bzw. Scam und nicht um aggressive Würmer. Security-Experten sind dennoch alarmiert. "Wie bei allen sozialen Netzwerken wird auch dieses interessanter für Cyberkriminelle, je mehr Benutzer daran teilnehmen", erklärt Thorsten Urbanski vom deutschen Security-Spezialisten G Data http://www.gdata.de im pressetext-Gespräch. Soziale Netzwerke bieten für Spammer den Vorteil, dass sie besonders zielgruppenorientiert arbeiten können. "Man kann nach bestimmten Personengruppen suchen und diese dann wie beim Direktmarketing ansprechen", so Urbanski. Bei Ping ist etwa die Suche nach Fans bestimmter Künstler oder bestimmter Musikrichtungen denkbar. Besucht ein Nutzer auf Ping die Seite eines Künstlers, so dauert es tatsächlich nicht lang, bis der User in den Kommentaren auf die ersten Einladungen zu dubiosen Umfragen stoßen. Mit Slogans wie "Free iPhone" versuchen die Spammer, Ping-User auf ihre Seiten zu locken. Zusätzlich erleichtert wird den Störenfrieden ihre Tätigkeit, weil Apple keine wirkungsvollen Schutzmaßnahmen bei der Anmeldung zum sozialen Netzwerk nutzt, heißt es vonseiten der Securityfirma Sophos http://www.sophos.de . iTunes 10 trotz Spam-Flut sicherer als Vorgänger Müssten sich Nutzer vor der Anmeldung etwa durch ihre Kreditkartennummer identifizieren, so würde dies den Spammern ihre Arbeit erheblich erschweren, so Sophos. Freilich würde eine solche Maßnahme auch Nutzer aus dem sozialen Netzwerk ausschließen, die über keine Kreditkarte verfügen. Obwohl das in iTunes 10 integrierte soziale Netzwerk ein Anziehungspunkt für Spammer zu sein scheint, empfiehlt das Security-Unternehmen dennoch den Umstieg auf die aktuelle Version. Zwar würden die Nutzer darin mit Spam konfrontiert, dafür sind 13 potenzielle Sicherheitsprobleme aus der Vorgängerversion behoben worden. Malware-Brutstätten Soziale Netzwerke Freilich befindet sich nicht nur das neu erschienene Social Network von Apple im Fadenkreuz von Spammern und Cyberkriminellen. Auch andere Netzwerke wie Facebook sind schon seit längerer Zeit Brutstätten für Malware und Spammer (presstext berichtete: http://pressetext.com/news/100202031/). Über soziale Netzwerke können Cyberkriminelle sehr viele Nutzer auf Spam- und Phishing-Seiten locken, wo nicht nur faule Versprechungen rund um Gratis iPods gemacht werden. Usern können dort auch wirklich Viren untergejubelt und persönliche Daten entwendet werden. Als Schutz empfiehlt Sicherheitsexperte Urbanski, sich nie ohne aktuelle Antivirenlösung im Internet zu bewegen. Doch auch das alleine reicht nicht. "Man muss mit offenen Augen durchs Internet surfen", sagt er. "Wenn man auf eine neue Seite kommt, sollte man auch mal oben in die Adresszeile schauen, wo man sich überhaupt befindet". Zudem sollten Internetnutzer nicht zu freigiebig mit ihren Daten umgehen. Auf Ping könnten Cyberkriminelle ihre Opfer etwa mit dem Versprechen auf dubiose Homepages locken, dass dort exklusive Konzertfotos warten. Es liegt allerdings an den Nutzern, sich zu überlegen, ob es wirklich notwendig ist, seine volle Adresse und Bankverbindung anzugeben, um einige Fotos anzusehen - oder ob es sich nicht vielleicht doch um eine gefährliche Falle handelt. (Ende)
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