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pte20100901040 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Fettleibige: Mit Chirurgie gegen Übergewicht
Positive Gesundheitseffekte sprechen für sich
London/München (pte040/01.09.2010/15:05) - In Großbritannien sich hat die Zahl der Patienten, die sich chirurgischen Eingriffen gegen Fettleibigkeit unterzogen haben, zwischen 2000 und 2008 verzehnfacht. Demnach gab es im Jahr 2000 nur 238 Patienten derartige Operationen, während es 2007 mehr als 2.540 waren. Das hat eine Studie des Londoner Imperial College http://www3.imperial.ac.uk im British Medical Journal gezeigt. "Trotz eines Anstiegs solcher bariatrischer chirurgischer Eingriffe, sind die Zahlen in Deutschland nicht so stark angestiegen", meint Joachim Graf von Finckenstein, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) http://dgaepc.de , im pressetext-Interview. Deutschland hinke bei solchen Eingriffen etwas nach, obwohl die Zahl der Übergewichtigen im europäischen Vergleich sehr hoch ist. Eine Steigerung solcher Eingriffe sei jedoch deutlich zu spüren. Nach dem Schnitt folgt der Schnitt "Die positiven Effekte von bariatrischen Eingriffen ist erwiesenermaßen hoch", so von Finckenstein. Es gebe wissenschaftliche Beweise dafür, dass sich der Gesundheitszustand eines Fettleibigen nach einer Magenverkleinerung rapide verbessert. "Man muss allerdings erwähnen, dass ein Mensch, der einst 180 Kilogramm gewogen hat und dann 60 Kilogramm abnimmt, ein ästhetisches Problem hat", erklärt der Mediziner. Da sei es ratsam, sich einem Body-oder Breast-Lifting zu unterziehen, um die entstandenen Hautüberschüsse zu korrigieren. Die Krankenkasse kommt nur für jene Behandlungskosten auf, die krankhafte Zustände beseitigen. Rein ästhetische Eingriffe müssen vom Patienten selbst bezahlt werden. "Doch der positive gesundheitliche Sinn ist nicht wegzudiskutieren", erklärt von Finckenstein. Auch das British Medical Journal betont die positiven Effekte solcher Eingriffe. Positive Effekte auf Leber In der deutschen Ärztezeitung hat erst kürzlich Rudolf Weiner vom Krankenhaus Sachsenhausen in Frankfurt/Main über die positiven Effekte bariatrischer Eingriffe berichtet. Die meisten bekamen einen Magenverkleinerung mit Ausschaltung eines Dünndarmabschnitts. Jeweils etwa ein Fünftel erhielt ein Magenband oder eine Magenverkleinerung mit Duodenal-Switch. Fast alle Patienten hatten vor der Adipositas-Operation eine Fettleber-Hepatitis, jeder Dritte Typ-2-Diabetes, 70 Prozent eine Hypertonie. Nach dem Eingriff änderten sich diese Zahlen stark. Die Zahl der Hypertoniker war halbiert und die der Diabetes-Patienten ging auf ein Drittel zurück, am ausgeprägtesten war der Effekt auf die Leber. (Ende)
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