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Do, 09.02.2012
pte20100901028 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen
iPod-Flaute bedroht digitale Musikumsätze
Tiefpunkt: Verkaufszahlen auf schlechtestem Wert seit 2006
San Francisco/London (pte028/01.09.2010/13:30) - Apple hat mit seinem portablen Musikplayer iPod nicht nur einen Trend kreiert, sondern auch der schwächelnden Musikindustrie neue Impulse beschert. Während die Weltöffentlichkeit gebannt auf die neuesten Produktvorstellungen aus Cupertino wartet, die heute, Mittwoch, auf einem Musik-Event in San Francisco vorgestellt werden sollen, haben die Verkaufszahlen des kultigen Apple-Players einen Tiefpunkt erreicht: Mit nur neun Mio. verkauften Einheiten war das zweite Quartal 2010 das schlechteste seit dem Jahr 2006. "Wenn die iPod-Zahlen zurückgehen, gehen auch die digitalen Musikverkäufe zurück", zitiert der Guardian Mark Mulligan, Analyst im Bereich Music und Digital Media beim Marktforschungsunternehmen Forrester Research http://www.forrester.com . Der Apple-Player sei ein wesentlicher Antriebsmotor in diesem Bereich. "Natürlich spielen iPod und iPhone eine wichtige Rolle, was die Entwicklung des digitalen Musikmarkts betrifft. In Österreich gibt es aber mittlerweile mehr als 20 weitere Internet- und Handy-Musikangebote, die bereits von 600.000 Kunden genutzt werden", stellt IFPI-Austria-Sprecher Thomas Böhm gegenüber pressetext klar. Wachstum schwächer als erwartet "Wir leben in einer Zeit, in der wir uns eigentlich fragen sollten, ob der digitale Markt ein ausreichender Ersatz für die CD-Verkäufe sein kann", erklärt Forrester-Analyst Mulligan. Die Realität zeige aber, dass sich die Hoffnung auf ein entsprechend starkes Wachstum bei Musik-Downloads nicht bewahrheitet habe. "Stattdessen sehen wir eine Entwicklungskurve, die eher einer Nischentechnologie ähnelt", so Mulligan. "Der digitale Musikmarkt wächst immer noch", kontert IFPI-Sprecher Böhm. Die entsprechenden Verkaufszahlen seien keineswegs eingebrochen. "Im Gegenteil: Die Umsätze mit Musikdownloads entwickeln sich nach wie vor positiv. Im Vorjahr ist hier ein Plus von 38 Prozent verzeichnet worden. Auch für 2010 sind zweistellige Umsatzzuwächse zu erwarten", so Böhm. Web-Verkäufe kein Ersatz für CD-Verluste Die ursprüngliche Hoffnung der durch Online-Piraterie gebeutelten Musikindustrie, dass sich die drastischen Einbußen bei CD-Verkäufen mit dem Wachstum am digitalen Markt ausgleichen lassen, hat sich internationalen IFPI-Zahlen zufolge nur in einzelnen Ländern - inklusive Großbritannien - bewahrheitet: Einem Verlust von 12,7 Prozent (1,6 Mrd. Dollar) stand 2009 weltweit gesehen ein Zuwachs von 9,2 Prozent (400 Mio. Dollar) bei digitalen Musikdownloads gegenüber. (Ende)
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