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pte20100826034 Medien/Kommunikation, Kultur/Lifestyle
Mafia Wars: Kampf um Markennamen entbrannt
US-Spiele-Anbieter Zynga und Digital Chocolate ziehen vor Gericht
Rechtsstreit: Online-Games-Anbieter im Zwist (Foto: pixelio.de / Thorben Wengert)
Rechtsstreit: Online-Games-Anbieter im Zwist (Foto: pixelio.de / Thorben Wengert)

San Francisco/Zürich (pte034/26.08.2010/13:30) - Zwischen den beiden Games-Publishern Zynga und Digital Chocolate ist ein Markenrechtsstreit entbrannt, der nun reif für das Gericht ist. US-Medien berichten, dass Digital Chocolate den Mitbewerber verklagt und die Markenrechte am Namen "Mafia Wars" einfordert.

"Aus Marketing-Sicht wäre ein Verbot der Marke für Zynga der reine Horror. Sämtliche Investitionen zum Aufbau der Marke wären verloren", unterstreicht Stefan Vogler, Eigentümer von markenexperte.ch http://www.markenexperte.ch , im Gespräch mit pressetext.

Spezialisten sind gefordert

Das Browserspiel von Zynga trägt denselben Namen wie diverse Handygames des Konkurrenten. Diese Spiele von Digital Chocolate gibt es schon seit 2004, also drei Jahre vor der Gründung von Zynga. Laut den Berichten hat Trip Hawkins, Publisher von Mobile Games von EA-Mitbegründer, die Marke wohl nur in Europa schützen lassen.

"Im Markenrecht gilt der Grundsatz der Territorialität. Das heisst, dass Schutz in einem bestimmten Territorium nur geltend gemacht werden kann, wenn er nach den dort geltenden Vorschriften auch besteht", so Michael Ritscher, international anerkannter Spezialist für Markenrecht und Leiter des IP-Teams bei der Anwaltskanzlei meyerlustenberger http://www.meyerlustenberger.ch , gegenüber pressetext.

Die meisten Länder machen Markenschutz von einer Eintragung im jeweiligen Markenregister abhängig. "Sogenannte notorisch bekannte Marken sind aber auch ohne Eintragung geschützt. Zudem gilt, dass die Eintragung einer Marke, die ohne Benutzungsabsicht, sondern missbräuchlich erfolgt, in aller Regel gelöscht werden kann", erklärt Ritscher.

Schutz geht vor

Digital Chocolate machte Zynga schon oft auf die Markenrechtsverletzung aufmerksam. Zynga soll die Rechte des Konkurrenten anerkannt haben, zur selben Zeit aber die Marke in den USA und anderen Staaten schützen lassen. "Markenrechtliche Themen sollten immer schon bei Geburt der Marke ganz intensiv mit einem Spezialisten überlegt, geprüft und belegt werden. Je mehr Wert die Marke hat, desto mehr hat sie zu verlieren. In eine Marke, die nicht eingetragen ist, sollte man keinen Cent investieren", meint Vogler.

Digital Chocolate will dem Mitbewerber vor Gericht die Verwendung der Marke verbieten lassen. Sollte das Unternehmen Schadenersatz fordern, könnte es für Zynga teuer werden. "Zur Rettung der Marke gibt es im Ernstfall gewisse Strategien. Eine davon ist auf einen ähnlichen Namen zurückzugreifen", erklärt der Experte gegenüber pressetext.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Sabrina Amlacher
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail:
pressetext.austria
   
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