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Mi, 08.02.2012
pte20100803028 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
Big Brother überwacht Obama und Co
Aufsichtsbehörde plädiert für Regulierungen politischer Kampagnen
Sacramento/Wien (pte028/03.08.2010/13:45) - Die kalifornische Aufsichtsbehörde Fair Political Practises Commission fürchtet um die Glaubwürdigkeit politischer Social-Media-Seiten. Wenn Obama und Co auf Netzwerken wie Facebook, Twitter oder YouTube vertreten sind, kann jeder Nutzer beliebige Kommentare dazu posten. Ungewiss bleibt dabei aber, ob der User bezahlt wurde oder ob es sich sogar um politische Werbung in eigener Sache handelt. Frei nach dem Motto "Neues Medium - gleiche alte politische Regulierungen" soll dieser Ungewissheit nun ein Ende gesetzt werden, berichtet die Los Angeles Times. Totale Offenlegung von politischen Internetaktivitäten und Bereitstellung aller Informationen über den Einfluss von Geld sind die zentralen Forderungen der kalifornischen Aufsichtsbehörde. Wie bisher bei Werbungen und politischen Kampagnen soll auch online vollständige Transparenz vorherrschen. Mit diesen Bestimmungen soll der 36 Jahre alte kalifornische "Political Reform Act" nun erweitert werden. "Regulierung würde Medium töten" "Offenlegungen in puncto Social Media sind wichtig, aber immer schwierig zu regeln und nur selten exekutierbar", sagt Gerald Bäck, Geschäftsführer der Social-Media-Agentur digital affairs http://digitalaffairs.at , gegenüber pressetext. Moderationen bei diversen Blogs seien notwendig, um den Redefluss zu gewährleisten, so Bäck weiter. Facebook oder Twitter aber gänzlich regulieren zu wollen, würde das jeweilige Medium töten, kritisiert Bäck die geplanten Vorhaben in Kalifornien. Er sieht die Forderungen als nicht wirklich sinnvoll und kann auch keine Vorteile darin erkennen. Roman Porter, der Chef der Aufsichtsbehörde in Kalifornien, ist hingegen überzeugt, dass Regulierungen notwendig sind. "Wenn Werbungen und Spots von Politikern im Fernsehen reguliert werden, dann ist es auch unerlässlich, dies im Internet zu tun." Die Forderungen werden am 12. August von einer fünfköpfigen Kommission in Kalifornien untersucht. Bleibt also abzuwarten, wie die Entscheidung ausfallen wird. (Ende)
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