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Do, 24.05.2012
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pte20100730024 Computer/Telekommunikation, Politik/Recht
Ex-CIA-Chef: Cyberkrieg braucht klare Regeln
Verheerende Cyberattacken sollten geächtet werden
Atompilz: Auch Cyberspace braucht Waffenverbote (Foto:National Nuclear Security Administration)
Atompilz: Auch Cyberspace braucht Waffenverbote (Foto:National Nuclear Security Administration)

Las Vegas (pte024/30.07.2010/13:58) - Die USA sollen mit anderen Nationen zusammenarbeiten, um international gültige Regeln für den Cyberkrieg zu schaffen. Das hat der ehemalige CIA-Chef Michael Hayden im Rahmen der Sicherheitskonferenz Black Hat http://www.blackhat.com gefordert. Denn während in der realen Welt das Genfer Protokoll bestimmte verheerende Waffen verbietet, gibt es für Gefechte im Cyberspace bislang keine klaren Spielregeln.

Der pensionierte Vier-Sterne-General Hayden schlägt daher vor, dass auch bestimmte virtuelle Angriffsmethoden wie Denial-of-Service (DoS) geächtet werden. Ebenso wäre es seiner Ansicht nach sinnvoll, Cyber-Attacken auf bestimmte Systeme wie beispielsweise das Stromnetz zu verbieten.

Stigmatisierte Angriffe

DoS-Attacken sind so einfach durchzuführen, dass sie auch schon von Aktivisten als Pornosperren-Protest genutzt wurden (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/100210027/). Dabei ist es eine effiziente Methode, einen Rechner von außen zu überlasten. Daher ist Hayden der Ansicht, dass die Nutzung von DoS-Angriffen außerhalb eines tatsächlichen bewaffneten Konflikts international "stigmatisiert" werden sollte.

Noch weiter geht er bei Attacken, die sich gegen bestimmte kritische Systeme richten und daher besonders verheerende Konsequenzen hätten. Dabei nennt der Ex-CIA-Chef neben Stromnetzen auch Netzwerke der Finanzbranche, da Angriffe dort weitreichende internationale Auswirkungen haben können. "Wir sollten übereinkommen, dass das chemischen Waffen gleichkommt", meint Hayden. Dementsprechend spricht er sich für ein internationales Verbot aus.

Rüsten auf neuen Schlachtfeldern

Fest steht dem General zufolge, dass die Umlegung klassischer Angriffs- und Verteidigungsstrategien auf die neuen Cyber-Schlachtfelder eine enorme Herausforderung bedeutet. Unglücklicher Weise gilt das wohl nicht für das Prinzip, die größten Geschütze auffahren zu wollen. Jedenfalls hat McAfee schon im Herbst vor dem Wettrüsten im Rahmen eines "Kalten Cyberkriegs" gewarnt (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/091117022/).

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Thomas Pichler
Tel.: +43-1-81140-303
E-Mail:
pressetext.austria
   
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