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Do, 09.02.2012
pte20100729017 Medizin/Wellness, Politik/Recht
Gesundheitsmarkt: Regulierung bremst Innovation
BMC fordert Fonds zur Finanzierung neuer Versorgungsmodelle
Berlin (pte017/29.07.2010/13:15) - Die Angst der Krankenkassen vor Zusatzbeiträgen hemmt sie bei der Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte. Genauso wenig können Leistungserbringer, wie Ärzte, die Mittel für erforderliche Anfangsinvestitionen aufbringen. Dies beobachtete der Bundesverband Managed Care (BMC) http://www.bmcev.de . Als Grund sieht er einerseits die Erwartung der Beitragszahler, mit den Beitragseinnahmen gewissenhaft umzugehen. Andererseits wirkt die starke gesetzliche Regulierung des Gesundheitsmarktes als Innovationsbremse. Den Zugang zu Innovationen sieht der BMC als wesentlichen Erfolgsfaktor moderner Gesundheitssysteme. Medizinischer Fortschritt sei nur möglich, wenn man in ihn investiert. "Als Verband kümmern wir uns um die Etablierung innovativer Versorgungsmodelle", erklärt Ralf Breitgoff, Geschäftsführer und Sprecher des BMC im Gespräch mit pressetext. Scheitern darf nicht als Verschwendung gesehen werden Derzeit sei jedoch vor allem eines schwierig. "Wer Neues entwickeln will, muss das Neue auch testen dürfen", erklärt der BMC-Vorstandsvorsitzende Volker Amelung. "Er muss auch scheitern dürfen, ohne sich dem Vorwurf der Verschwendung von Beitragsgeldern ausgesetzt zu sehen." Als Lösung schlägt der BMC der Politik einen Innovationsfonds vor und hat ein entsprechendes Konzept entwickelt. Der Verband geht von einem Finanzierungsbedarf von etwa zwei Prozent des derzeitigen Finanzierungsvolumens des Gesundheitsfonds aus, was rund drei Mrd. Euro entspricht. Bei der Erbringung der Kosten sind alle Teilnehmer des Gesundheitssystems gefordert. Mittels einer zeitlich begrenzten Anschub- oder Überbrückungsfinanzierung sollen Projekte, die Prozessinnovationen entwickeln, unterstützt werden. Dazu zählen z.B. Chronic-Care-Modelle, Ärztenetze und verschiedene Formen Integrierter Versorgung. Neuer Ansatz im Gesundheitssystem Über die Vergabe der Mittel an förderungswürdige Projekte könnte ein Kuratorium entscheiden. Dieses soll sich aus Vertretern verschiedener Ministerien wie z.B. Gesundheit, Soziales, Wirtschaft und gesellschaftlich anerkannter Persönlichkeiten zusammensetzen. Der Innovationsfonds würde einen neuen Ansatz im Gesundheitssystem darstellen. Aufgrund des Umfangs und der derzeitigen Sparpolitik ist die Umsetzung zu einem Gesetzesentwurf noch ungewiss. Der BMC bleibt gelassen. "Wir werden das Konzept an geeigneter Stelle immer wieder zur Sprache bringen", so Breitgoff. (Ende)
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