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Sa, 04.02.2012
pte20100722005 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Auslöser von Zöliakie endlich erforscht
Forscher nun auf der Suche nach neuen Behandlungsmethoden
Oxford/Melbourne (pte005/22.07.2010/10:30) - Britische und australische Wissenschaftler haben die genaue Ursache für die Immunreaktion, die zu einer Zöliakie führt, entdeckt. Laut dem Team um Bob Anderson vom Walter and Eliza Hall Institute of Medical Research http://www.wehi.edu.au sind drei Substanzen verantwortlich: Das Gluten in Weizen, Roggen und Gerste. Impfung in Aussicht Damit ist ein neuer Ansatzpunkt für die Entwicklung von Behandlungsmethoden und vielleicht sogar für eine Impfung gefunden. Zöliakie wird durch eine Intoleranz gegen Gluten verursacht, das in Nahrungsmitteln wie Brot, Nudeln und Keksen enthalten ist. Allein in Großbritannien dürfte laut BBC einer von 100 Menschen betroffen sein. Ein Zusammenhang zwischen Gluten und Zöliakie wurde erstmals vor 60 Jahren hergestellt. Die Wissenschaft hat seither an der Erforschung des die Krankheit auslösenden Bestandteils gearbeitet. An der aktuellen Studie nahmen 200 Zöliakie-Patienten in Krankenhäusern in Oxford und Melbourne teil. Die Freiwilligen wurden ersucht, Brot, Gersten-Muffins oder gekochte Gerste zu essen. Besonders giftig Sechs Tage später wurden Blutproben entnommen, um die Immunreaktion auf Tausende verschiedene Peptide zu testen. In der Folge wurden 90 Peptide identifiziert, die zu einer Immunreaktion führten. Drei erwiesen sich als besonders giftig. Laut Anderson sind diese drei Bestandteile bei den Betroffenen für den Großteil der Immunreaktionen auf Gluten verantwortlich. Zöliakie kann mit einer glutenfreien Ernährung in den Griff bekommen werden. Eine derartige Ernährung ist jedoch für die Patienten häufig eine große Herausforderung. Fast die Hälfte leidet fünf Jahre nach dem Beginn der Diät immer noch an Schädigungen des Verdauungsapparates. Anderson erklärte, dass ein neuer Therapieansatz bereits entwickelt wird. Mittels Immuntherapie werden Zöliakie-Patienten sehr geringen Mengen der drei toxischen Peptide ausgesetzt. Abstract der Studie in Science Translational Medicine: http://stm.sciencemag.org/content/2/41/41ra51.abstract?sid=8a7a392c-7b45-43a8-a116-92aaf638ecfa (Ende)
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