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pte20100626004 Bildung/Karriere, Kultur/Lifestyle
Autor Thilo Baum: Mut zum Aufbruch aus dem Frust
"Mach Dein Ding" fordert mehr Eigenverantwortung
Berlin (pte004/26.06.2010/07:00) - Viele Menschen sind mit ihrer Arbeit unzufrieden und würden gerne etwas anders machen. Doch um wirklich etwas in Bewegung zu bringen, sind radikales Umdenken und danach Handeln erforderlich. Zu diesem Schluss kommt der Buch-Autor und Coach Thilo Baum http://www.thilo-baum.de in seinem neuesten Buch "Mach Dein Ding - Der Weg zu Glück und Erfolg im Job", das nun im Eichborn-Verlag http://www.eichborn.de erschienen ist. "Im heutigen Arbeitsleben dominieren immer noch Paradigmen, die längst überholt sind", meint Baum im pressetext-Interview. "Wir stehen heute vor radikalen Veränderungen." Eine der wichtigsten Veränderungen ist die Tatsache, dass der Satz "Such dir einen sicheren Job" längst ausgedient habe. Selbst für Angestellte sei es gefährlich, sich darauf zu verlassen. "Jeder Arbeitnehmer ist ein Anbieter seiner eigenen Arbeitsleistung", so Baum. Das bedeute, dass auch er unternehmerisch denken sollte. Dessen sollte man sich bewusst werden. Erkennen der eigenen Situation "Die drei Grundfragen beim Überdenken der eigenen Arbeitssituation lauten: Was kann ich, was will ich und was sind andere bereit dafür zu zahlen", so der Autor. Eine offene Auseinandersetzung damit, wie man seinen eigenen Autopiloten programmiert habe, gehöre ebenso dazu. "Merkwürdigerweise reagiert der Mensch oftmals nicht auf die Warnsignale, sondern agiert erst dann, wenn der Leidensdruck groß genug ist und der Abgrund vor Augen gelangt." Dann erkenne man einen Handlungsbedarf. "Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass Menschen sich verändern können. Die meisten tun es deshalb nicht, weil es ihnen nicht schlecht genug geht", so Baum. Das sei ähnlich wie das Coaching-Beispiel mit dem Frosch, der in ein Schlagloch gefallen ist und erst dann den Weg heraus schaffte, als er von einem herannahenden Lastwagen bedroht wurde und handeln musste. "Sobald wir müssen, werden oft unmögliche Dinge möglich." Schule und Universitäten vermitteln falsches Wissen "Viele Dinge, die man in der Schule und auf der Universität lernt, sind für das Arbeitsleben irrelevant", kritisiert Baum. "Die wichtigsten Dinge - etwa Eigeninitiative und Eigenverantwortung - werden leider nicht vermittelt." Schon bei der Auswahl der Lehrer setze man zu sehr auf die Bildung anstatt auf die Erfahrung eines Dozenten. In unseren Systemen werden Akademiker häufig überbewertet. Das akademische Wissen sei nämlich nur eine Facette im Leben. "Gerade in wissenschaftsgläubigen Kreisen findet sich oft ein erstaunlicher Mangel an Professionalität durch fehlende Praxisrelevanz", kritisiert Baum. Das gelte übrigens auch für den Ratgeber in der persönlichen Umgebung. "So wie Misserfolg und Demotivation ansteckend sind, sind auch Erfolg und Motivation ansteckend. Das heißt, dass man sich mit denjenigen treffen und einlassen sollte, die es bereits geschafft haben und nicht mit Theoretikern", rät Baum. Baum geht im Buch aber auch auf Zweifel und Fallen ein, die beim Weg zu Eigenverantwortung und Befreiung auftauchen. "Drei Dinge sind allerdings für die Gründung der neuen Existenz ganz wesentlich. Und das sind Geduld, Ausdauer und Motivation. Manche Geschäftsidee zeigt ihren Erfolg erst nach Jahren", so Baum. Doch das sei im Angestelltenverhältnis wohl auch nicht anders. (Ende)
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