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pte20100517001 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation
Facebook drängt offenes Web zurück
Blogs und private Websites werden weniger
Palo Alto (pte001/17.05.2010/06:00) - Während immer mehr Menschen auf Facebook aktiv sind, wird die private Nutzung des offenen Internets weniger, berichtet die New York Times. "Die Statistik zeigt einen Anstieg bei Facebook, einen Rückgang bei Blogs und schon davor einen Rückgang bei privaten Websites", so Susan Herring, Professor an der Universität Indiana http://www.indiana.edu . Der Trend sei klar: Facebook ersetze diese anderen Formen der Online-Publikation. Während Facebook versprochen hätte, die Welt offener zu machen und zu verbinden, bedeute diese Entwicklung eher das Gegenteil, so die Kritik. Anstatt mehr Inhalte für das jedermann zugängliche offene Web zu liefern, sei immer mehr Content lediglich innerhalb von Facebook zugänglich. Die Größe des frei zugänglichen Internets ist schwer abzuschätzen. Bereits 2008 verkündete Google, dass über die Suchmaschine eine Bio. Websites durchsucht werden könnten. "Das Schöne am Internet ist, dass es offen ist und jedermann darin suchen kann", so Matt Cutts, Entwickler bei Google. Große Teile von Facebook sind für Google jedoch ein blinder Fleck und können nicht erfasst werden. Twitter und Facebook völlig konträr In diesem Punkt würden sich die beiden großen Social Networks Facebook und Twitter fundamental unterscheiden. Während Facebook die Einträge der User von der Öffentlichkeit abschirmt, in diesem Zusammenhang allerdings immer wieder in die Kritik von Datenschützern gerät, richten sich Twitter-User mit ihren Postings zu großen Teilen an die gesamte Öffentlichkeit. Diese Informationen sind damit auch im offenen Web verfügbar. Durch Social Networks wie Facebook würde sich hingegen das Nutzungsverhalten im Internet deutlich verändern. "Information ist immer weniger das, was wir im Netz suchen", so Anthony J. Rotolo, Assistenzprofessor an der Syracuse Universität http://www.syr.edu . "Stattdessen erwarten wir, dass alles im sozialen Strom zu uns kommt." (Ende)
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