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Sa, 04.02.2012
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pte20100514002 Medien/Kommunikation, Forschung/Technologie
Twitter überzeugt als Marktforschungs-Tool
Analyseergebnisse stimmen zu 79 Prozent mit Gallup-Umfrage überein
Die Imageanalyse Obamas auf Twitter lieferte erstaunlich gute Ergebnisse (Foto: twitter.com)
Die Imageanalyse Obamas auf Twitter lieferte erstaunlich gute Ergebnisse (Foto: twitter.com)

Pittsburgh (pte002/14.05.2010/06:05) - Die Micro-Blogging-Community Twitter http://twitter.com ist nicht nur ein beliebtes Kommunikationswerkzeug, sondern entwickelt sich auch zunehmend zu einem nützlichen Analyse-Tool für die Markt- und Umfrageforschung. Wie die Ergebnisse einer Untersuchung von Computerwissenschaftlern der Carnegie Mellon University http://www.cmu.edu in Pittsburgh zeigen, kann die Web-2.0-Plattform dabei in puncto Analysequalität durchaus mit traditionellen Methoden wie etwa Telefonumfragen mithalten. Diese lieferten im Praxistest Ergebnisse, die zu 79 Prozent mit den über Twitter zu Tage geförderten Daten übereinstimmten.

Um das marktforscherische Potenzial des Micro-Blogging-Dienstes auszuloten, griffen der US-Forscher Noah Smith und sein Team auf ein enormes Datenmaterial zurück. Rund eine Mrd. Tweets der Jahre 2008 und 2009 wurden mithilfe von spezieller Text-Analysesoftware nach bestimmten Schlüsselbegriffen und -themen durchforstet. Auf diese Weise wurde etwa nach positiven bzw. negativen Nennungen des US-Präsidenten Barack Obama gesucht. Im direkten Vergleich mit einer klassischen Telefonumfrage des Gallup-Instituts erreichte die Twitter-Methode hierbei eine Korrelation von 79 Prozent.

Gravierende Probleme

Erstaunt über den hohen Wert der Übereinstimmung der Analyseergebnisse räumen die Forscher aber gleichzeitig auch eine Reihe von gravierenden Problemen des Twitter-Ansatzes ein. So soll eine derart hohe Korrelation wie im Fall des Obama-Verlgeichs nur dann möglich sein, wenn die Wortmeldungen der Web-Community über mehrere Tage hinweg gesammelt werden. Eine tageweise Auswertung würde hingegen nur sehr inkonsistente Ergebnisse liefern, so die Wissenschaftler.

Ein weiteres großes Problem der Twitter-Methode ergibt sich aus der verwendeten Analysesoftware. Dieser ist es nämlich in vielen Fällen nicht möglich, den subtilen Inhalt der verschiedenen User-Postings zu "verstehen". Um beispielsweise auf das Image Obamas schließen zu können, müsste zusätzlich zur Software auch ein Mensch eingesetzt werden, der jeden Tweet genau durchliest und dessen entsprechende positive oder negative Wertung erkennt.

Erfolgsprognose für Kinofilme

Dass Twitter insgesamt betrachtet als Marketinginstrument dennoch Potenzial hat, beweist ein Experiment zweier Wissenschaftler aus den HP Labs in Palo Alto (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/100406017/). Mithilfe von Computer-Algorithmen und einem Trackingsystem, das Twitter-Einträge zu neu startenden Kinofilmen auswertet, konnten die Technologieforscher mit laut eigenen Aussagen 97-prozentiger Genauigkeit den Kassenerfolg ausgewählter Filme voraussagen.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Markus Steiner
Tel.: +43-1-81140-317
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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