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Sa, 04.02.2012
pte20100511014 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation
Löschwelle von Facebook-Profilen greift um sich
"Delete Facebook Account" Top-Thema in Google-Suche
San Francisco (pte014/11.05.2010/11:20) - Facebook hat sich selbst zunehmend ins Kreuzfeuer der Kritik manövriert (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/100428029/). Schlagzeilen über bedenkliche Entwicklungen in Sachen Datenschutz und Nutzer-Privatsphäre reißen nicht ab. Nun droht dem Social Network eine Profil-Löschwelle, berichtet Cnet. Eine Analyse von Search Engine Land hat gezeigt, dass die Phrase "how do I delete my Facebook account" derzeit unter den Top-Vorschlägen in der Google-Suche auftaucht. Tiefergreifende Nachforschungen brachten zudem ans Tageslicht, dass der Löschwunsch von Facebook-Nutzern offenbar schon länger im Raum steht und sich über die vergangenen Monate bereits zu einem Trending Topic entwickelt hat. Wer bei der US-Google-Suche nur "dele" eingibt, bekommt als ersten Vorschlag "delete Facebook account". Ähnlich bei anderen Suchmaschinen Ähnliche Ergebnisse erhält man, wenn man andere Suchmaschinen wie Yahoo oder Bing bemüht. Googles Trend-Daten reichen nur bis Mitte April, was bedeutet, dass die aktuelle Datenschutz-Aufregung von Facebook hier noch gar nicht mit einbezogen ist. Die Account-Löschwelle könnte demnach also bereits weiter fortgeschritten sein. Facebook muss sich mit seinen rund 500 Mio. Nutzern zwar keine Sorgen machen, demnächst im Nichts zu verschwinden. Allerdings dürfte eine "Austrittswelle" auch dem erfolgsverwöhnten Netzwerk zu denken geben. Wie stark die Facebook-Flucht noch um sich greifen wird, bleibt abzuwarten. Viele Nutzer gehen von sich aus sorglos mit ihren persönlichen Daten um und kümmern sich nicht um mehr oder weniger strenge Privatsphäre-Einstellungen. "Die User stellen private Daten freiwillig ins Internet", sagt auch Philipp Kramer, Vorsitzender der Hamburger Datenschutzgesellschaft, gegenüber pressetext. "Wir leben in einem Zeitalter, in dem die staatliche Kontrolle allein nicht mehr ausreicht. Darüber hinaus bedarf es einer freiwilligen Selbstkontrolle der User." (Ende)
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