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Mi, 08.02.2012
pte20100504004 Produkte/Innovationen, Medien/Kommunikation
Werbeplakate werden dreidimensional
Linsenfolie ermöglicht 3D-Plakate für großen Betrachtungsbereich
Freiburg/Kiel (pte004/04.05.2010/06:10) - Deutsche Forscher haben eine 3D-Displaylösung entwickelt, um Werbeplakaten eine bislang unerreichte Raumwirkung zu geben. Eine spezielle Brille brauchen Betrachter dabei nicht. "Die Displays funktionieren ähnlich wie die Wackelbilder, die man von Postkarten kennt", erläutert Dominik Giel, Gruppenleiter am Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM. Freilich ist die Qualität des 3D-Effekts deutlich höher, sodass er auch auf größere Entfernung und bei vielfältigsten Blickwinkeln funktioniert. Noch dieses Jahr beginnt Industriepartner RealEyes mit der Vermarktung des Systems. Dabei sollen bis zu fünf Meter große Plakate entstehen. 250.000 Linsen für 3D-Effekt Postkarten-Wackelbilder nutzen eine einfache Rillenfolie. "Wir verwenden stattdessen ein Linsenarray, das aus 250.000 Einzellinsen mit einem Durchmesser von jeweils zwei Millimetern besteht", sagt Giel. Außerdem wird die Linsenfolie auf noch unbelichtetes Fotopapier aufgebracht und erst danach mit einer speziellen Software für jede einzelne Linse ein Abbild des kompletten Motivs berechnet. So wird sichergestellt, dass die Linsenfolie nicht gegenüber dem Motiv verrutscht. Die Datenmenge, die dann in einem Quadratmeter Display belichtet wird, entspricht mehr als einem Spielfilm. Dabei entsteht hinter jeder Linse ein winziges, sehr hochauflösendes Bild. Dadurch wird ein über 1.000-mal größeres Spektrum an Betrachtungswinkeln sinnvoll abgedeckt als bei herkömmlichen Wackelbildern, so Giel im Gespräch mit pressetext. Somit funktioniert der 3D-Effekt nicht nur im Abstand einer Armlänge wirklich gut, sondern kommt beispielsweise an einer Plakatwand auch von der anderen Straßenseite gesehen immer noch gut zur Geltung. Bei abgebildeten Säulen etwa sei der Seheindruck beim Vorbeiflanieren ebenso, als ginge man real an ihnen vorbei, heißt es vom Fraunhofer IPM. Prototyp Die gemeinsame Entwicklung von Fraunhofer IPM, RealEyes und Universität Kiel existiert bislang als Prototyp im DIN-A0-Format. Doch künftig sollen die 3D-Plakate in industriellem Maßstab produziert werden. Die Vermarktung erfolgt dabei durch RealEyes unter dem Namen Lenscape http://lenscape.eu . Voraussichtlich im Juni sollen genauere Details zum Produkt bekannt gegeben werden. Jedenfalls will das Unternehmen dabei auf drei Anwendungsbereiche abzielen, heißt es auf Nachfrage von pressetext. Mit Außenwerbung, Messebau, Event-Marketing, Flughafen- und Bahnhofswerbung ist Werbung im engeren Sinne eine Kernzielgruppe. Hinzu kommt der Bereich Architektur und Design mit den Kategorien Kunst am Bau, Shop-Design und Innenarchitektur. Als drittes Einsatzgebiet sie RealEyes das Entertainment-Segment mit Theater und Musical, Museen und Ausstellungen, sowie Attraktionen und Freizeitparks. (Ende)
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