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Mi, 08.02.2012
pte20100324027 Unternehmen/Finanzen, Bauen/Wohnen
Eine Billion Dollar: Indien modernisiert Straßen
Bessere Bedingungen für ausländische Investoren im Fokus
Neu Delhi/Gurgaon (pte027/24.03.2010/13:55) - Um mehr als zehn Prozent Wirtschaftswachstum zu schaffen, will die indische Regierung von 2012 bis 2017 über eine Bio. Dollar in die Modernisierung der maroden Infrastruktur stecken. Mit der Verdoppelung der Ausgaben für veraltete Straßen, Häfen und Stromnetze sollen nicht zuletzt bessere Bedingungen für Investoren geschaffen werden. Wie Premier Manmohan Singh sagte, sind die Maßnahmen Voraussetzung zur Ansiedlung ausländischer Unternehmen. Hürden bei Finanzierung "Massive Investitionen in die teils sehr alte Infrastruktur sind dringend nötig. Nur so werden Unternehmen aus dem Ausland Niederlassungen in Indien gründen oder ausbauen", so Klaus Maier, Geschäftsführer der Maier + Vidorno GmbH http://mv-group.com , auf Nachfrage von pressetext. Der in Gurgaon südwestlich von Neu Delhi agierende deutsche Unternehmer sieht mittel- bis langfristig die Schwer- und Baubranche auf einem guten Entwicklungspfad. Neben den aktiven Stimulationen sollen vor allem die Hürden bei der Finanzierung beseitigt werden. Finanzminister Pranab Mukherjee hat angekündigt, dass private Unternehmen zu diesem Zweck künftig Anleihen zur Infrastruktur-Finanzierung ausgeben dürfen. Der Schritt kommt nicht unerwartet. Indien versucht seit einigen Jahren - bislang aber nur mit wenig Erfolg - den Privatsektor stärker zu beteiligen. Die Bemühungen sind nötig. Denn ein Hauptgrund für das geringe Interesse an öffentlich-privaten Partnerschaften liegt in Hürden bei der Finanzierung. In Indien darf nur der Staat Anleihen ausgeben. Die Liberalisierung soll nun damit aufräumen. Hohe Inflation und Defizit belasten Dass sich die Infrastruktur-Investitionen auszahlen, zeigt sich in den Prognosen der Weltbank. Kaputte Straßen und Häfen kosten das Schwellenland Jahr für Jahr ein bis zwei Prozentpunkte beim Wirtschaftswachstum. Die Infrastruktur-Ausgaben und das damit verbundene Wachstum sieht Singh einem Bericht des Handelsblatts zufolge auch als Programm zur Bekämpfung der Armut. Für das am 1. April beginnende Fiskaljahr erwartet der Finanzminister eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 8,5 Prozent nach 7,5 Prozent im laufenden Fiskaljahr. Auch die Inflation Indiens dürfte Investoren abschrecken. So kletterten die Großhandelspreise zuletzt stark an, der Index stieg im Februar um knapp zehn Prozent an. Aus diesem Grund hat die Zentralbank erstmals seit zwei Jahren den Leitzins von drei auf 3,25 Prozent angehoben. Auch belastet das Haushaltdefizit in Rekordhöhe von aktuell 6,8 Prozent des BIP. Ende April sollen die ersten von neun Milliarden-Projekten zum Straßenbau ausgeschrieben werden. Ziel ist es, diese privat finanzieren zu lassen. Jeden Tag will man 20 Kilometer Autobahn bauen. (Ende)
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