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Sa, 11.02.2012
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pte20100319002 Computer/Telekommunikation, Handel/Dienstleistungen
Sex.com: Schnäppchen-Verkauf gestoppt
Zwangsrestrukturierung statt Zwangsversteigerung
Domain-Immobilien: Sex.com vorerst nicht unterm Hammer (Foto: pixelio.de, Thorben Wengert)
Domain-Immobilien: Sex.com vorerst nicht unterm Hammer (Foto: pixelio.de, Thorben Wengert)

Woodland Hills/New York (pte002/19.03.2010/06:05) - Gestern, Donnerstagabend, hätte die Domain Sex.com in New York unter den Hammer kommen sollen. Doch Gläubiger des aktuellen Inhabers Escom haben die Versteigerung vorläufig gestoppt, indem sie bei einem Insolvenzgericht in Kalifornien eine Zwangsrestrukturierung des Unternehmens beantragt haben.

"Die Antragsteller haben diesen Schritt gesetzt, um ihre Interessen zu schützen und den Wert für alle Gläubiger und Anteilsinhaber zum maximieren", so die Anwaltskanzlei Meister Seelig & Fein http://www.meisterseelig.com in einer Aussendung. Dahinter stand wohl auch die Befürchtung, dass die einst teuerste Domain der Welt zum Schnäppchen mutieren könnte.

Entwertetes Domain-Juwel

Vor rund einem Monat war bekannt geworden, dass Sex.com zwangsversteigert werden soll (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/100220008/). Nach manchen Schätzungen hätte die Domain dabei über 20 Mio. Dollar erzielen können. Allerdings gab es auch Skeptiker, darunter den bekannten Domainhändler Rick Schwartz. "Ich denke, es ist ein schwieriges Klima für diese Domain, um mehr als fünf oder sechs Mio. Dollar zu erzielen", meinte er Anfang der Woche in seinem Blog http://www.ricksblog.com .

Das wäre nicht einmal die Hälfte jener 14 Mio. Dollar, die Escom Anfang 2006 für die Domain gezahlt haben soll - zu dieser Zeit der höchste je für eine Domain erzielte Preis. Ferner läge Sex.com damit deutlich unter dem Preis beispielsweise des Schmuddel-Konkurrenten Porn.com (9,5 Mio. Dollar im Jahr 2007). Offenbar haben auch Kreditoren von Escom befürchtet, dass das einstige Domain-Juwel zum Schnäppchenpreis unter den Hammer kommen könnte und die Auktion mit einem rechtlichen Schachzug gestoppt.

Neuer Tiefpunkt für Sex-Domain

Konkret wurde ein Antrag auf unfreiwilligen Chapter-11-Gläubigerschutz eingebracht, so Meister Seelig & Fein. Damit droht Escom, zwangsweise Restrukturierungsmaßnahmen einleiten zu müssen. Aufgrund der Schutzregeln für das bankrotte Unternehmen ist aber die Versteigerung von Sex.com vorläufig abgewendet. Fraglich ist freilich, ob Sex.com jemals wieder in Spitzenfeld der wertvollsten Domains zurückkehren kann. Nach Ansicht von Schwartz hat sie inzwischen eher einen Wert für jemanden, der sein Ego streicheln will, als für Käufer aus dem Domaingeschäft.

Jedenfalls ist mit der gestoppten Versteigerung ein neuer Tiefpunkt in der Geschichte von Sex.com erreicht. Die Domain war 1994 von Gary Kremen erstmals registriert worden, ehe sich Stephen Cohen im Oktober 1995 die Kontrolle erschleichen konnte. Dem folgte ein Rechtsstreit, in dem Kremen zur Jahrtausendwende Sex.com und Schadenersatz zugesprochen wurde. 2006 folgte dann der Verkauf durch Kremen an Escom. Schwartz zufolge war aber Cohen der einzige, unter dem mit Sex.com tatsächlich Geld gemacht wurde.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Thomas Pichler
Tel.: +43-1-81140-303
E-Mail:
pressetext.austria
   
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