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Do, 09.02.2012
pte20100316021 Medien/Kommunikation, Kultur/Lifestyle
Trotz Sperre: Twitter plant China-Version
"@anywhere" soll Funktionen in externe Webseiten integrieren
San Francisco (pte021/16.03.2010/11:05) - Der nach wie vor rasant wachsende "Zwitscher-Dienst" Twitter baut weiter aus. So arbeiten die Betreiber etwa an einer chinesischen Variante der Kurznachrichtenplattform. Anders als der Suchmaschinenriese Google, der sich eigenen Angaben zufolge mit höchster Wahrscheinlichkeit aus der Volksrepublik zurückziehen und seine China-Präsenz schließen will, trotzt Twitter der Zensur durch ein zusätzliches Angebot für chinesische Nutzer. Dabei bleibt der Zugang zu dem Portal in dem Land gesperrt, berichten US-Medien. Mit dem neuen Dienst "@anywhere" drängt das Short-News-Netz zudem noch stärker auf externe Webseiten. "User können nur Ausschnitte der Nachrichtenflut auf Twitter verfolgen", meint Branchenkenner Klaus Eck, Inhaber von Eck Kommunikation http://www.eck-kommunikation.de , im Gespräch mit pressetext. Durch @anywhere sollen die Funktionen der Plattform nun noch einfacher in andere Webseiten integriert werden können, wie Twitter ankündigt. Partner-Seiten wie Amazon, eBay, YouTube oder Yahoo dürften um die Möglichkeiten des Netzwerks erweitert werden, sodass User "anywhere" zu Followern anderer Accounts werden oder Inhalte direkt "zwitschern" können. Zensur umgehen Twitter war in den vergangenen Jahren ohnehin eines der schnellst wachsenden Internet-Phänomene. Mit China konzentrieren sich die Betreiber zudem auf den weltweit stärksten Markt. Den Usern will Twitter ermöglichen, sich in ihrer eigenen Sprache bei der Plattform anzumelden. Darüber hinaus soll eine Chinesisch-Übersetzung angeboten werden. Jene Nutzer, die hinter die Firewall gelangen können, sollten die Kurznachrichten bei Twitter lesen können. Das Portal hat sich seit Bestehen als nützliches Kommunikationsmittel etabliert, um Zensur durch politische Mächte zu umgehen und Presse- und Meinungsfreiheit zu fördern. (Ende)
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