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Do, 24.05.2012
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pte20100315019 Medien/Kommunikation, Bildung/Karriere
Mütter haben schweren Stand in der TV-Industrie
Mehrheit sieht Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg ins Berufsleben
Frauen haben es noch immer schwer in der TV-Industrie (Foto: pixelio.de/M.E.)
Frauen haben es noch immer schwer in der TV-Industrie (Foto: pixelio.de/M.E.)

London/Wien (pte019/15.03.2010/12:18) - Die TV-Branche bietet ein eher feindliches Umfeld für berufstätige Mütter. Nach wie vor gibt es in dem Mediensektor sexistische Tendenzen gegenüber Frauen und unangenehme Situationen, vor allem für Mütter. Dies geht aus einer aktuellen britischen Untersuchung von Production Base http://www.productionbase.co.uk , einem Freelance-Jobservice, hervor, berichtet der Guardian.

Vor allem der Wiedereinstieg ins Berufsleben nach einer Karenzpause sei in der TV-Branche schwierig, sagen über die Hälfte der Befragten aus dem Mediensektor. 81 Prozent sind der Ansicht, Frauen sollten besser mit dem Kinderkriegen warten, bis sie sich in der Branche etabliert haben. Insgesamt waren 89 Prozent der Umfrageteilnehmer weiblich, nur ein Bruchteil von Männern beteiligte sich daran.

Auffälliger Frauenschwund

Wie bereits eine Untersuchung von Dezember zeigte, gibt es in der TV-Industrie auch einen auffälligen Frauenschwund. Das weibliche Geschlecht ist von Jobkürzungen offenbar härter getroffen als das männliche (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/091209024/). Die Hintergründe sind allerdings nicht ganz klar. Darüber soll es in Großbritannien nun im Zuge des Edinburgh International Television Festivals auch eine breitere Diskussion geben.

Männer verdienen mehr

Eine große Mehrheit (69 Prozent) der Befragten beklagte außerdem, dass Männer in der Fernsehindustrie nach wie vor mehr verdienen und dass es sehr schwer sei, als Frau die Karriereleiter hoch zu klettern. Gleichzeitig sagen aber immerhin 58 Prozent, dass Frauen heute prinzipiell die gleichen Karrieremöglichkeiten haben wie Männer.

Auch hierzulande verdienen Frauen in Medienberufen allgemein noch immer weniger als Männer. Dies geht etwa aus dem Journalistenreport hervor, zu dem im Auftrag der österreichischen Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek eine Sonderauswertung "Journalistinnenreport" erstellt wurde. So seien auch wesentlich mehr Frauen als Männer in den Medien teilzeitbeschäftigt, heißt es seitens des Frauenministeriums gegenüber pressetext. Außerdem haben weit weniger Frauen Spitzenpositionen inne als Männer.

Von den wenigen Männern, die an der britischen Erhebung teilnahmen, sagten die meisten, dass Frauen in der TV-Industrie nur dann eine Karriere und Kinder haben können, wenn sie eine übergeordnete Stelle im organisatorischen Bereich einnehmen.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Claudia Zettel
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail:
pressetext.austria
   
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