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pte20100312030 Unternehmen/Finanzen, Tourismus/Reisen
Flache Betten: Emirates Airline attackiert Rivalen
600 Mio. Dollar für moderne Ausstattung und verbesserten Service
Emirates will mehr Service anbieten (Foto: emirates.com)
Emirates will mehr Service anbieten (Foto: emirates.com)

Dubai (pte030/12.03.2010/13:55) - Die größte arabische Fluglinie Emirates Airline http://emirates.com plant mit umfangreichen Investitionen einen Frontalangriff gegen Branchenrivalen wie Lufthansa oder Air France. Vor allem den Service will man stark verbessern. Dafür sollen in den kommenden drei Jahren rund 600 Mio. Dollar aufgewendet werden. Die Ausgaben für Investitionen unterscheiden sich von denen der europäischen Konkurrenz. Lufthansa sowie Air France wollen einem Bericht der Wirtschaftswoche nach je nur rund 100 Mio. Euro in die Verbesserung des Produktportfolios stecken.

Neueste Bordunterhaltung

Die Mittel aus dem umgerechnet rund eine halbe Mrd. Euro schweren Investitionsprogramm fließen vorrangig in die technische Modernisierung der Flotte. Emirates-Chef Tim Clark hat angekündigt, die derzeit knapp 150 Flugzeuge mit der neuesten Generation von Sitzen und einem umfangreichen Bordunterhaltungssystem auszustatten. 100 Mio. Euro will das Unternehmen für den Aus- und Umbau der Lounges aufwenden. Mit dem Vorhaben richtet man sich neu aus. Bislang wurden nur neue Maschinen damit aufgerüstet.

"Wer in der Phase eines konjunkturellen Abschwungs die Mittel übrig hat, um antizyklisch zu investieren, sollte dies auch tun. Denn nur auf diesem Weg kann man sich dauerhaft gegenüber der Konkurrenz durchsetzen. Dies gilt jedoch nicht ausschließlich für die Airlines, sondern für alle anderen Branchen auch", unterstreicht RCB-Analyst Bernd Maurer auf Nachfrage von pressetext.

Breites Streckennetz von Vorteil

Zum bevorzugten Auswahlkriterium für Business-Class-Kunden könnte auch der Einbau von flachen Betten werden. Mit diesem Mehr an Service böte die Dubai-Airline mehr Komfort als ihre beiden EU-Konkurrenten. Diese stellen Kunden derzeit nur eine Art Liege mit geringem Gefälle zur Verfügung. Auch beim Airbus-Großraumflugzeug A380 will die Kranich-Airline noch keine flachen Betten einführen. Antizyklische Investments sieht Emirates als Weg aus der Krise. Profitieren konnten die Dubaier zuletzt von steigenden Economy-Passagierzahlen.

Das weltweite Netz an Destinationen hat Emirates in den vergangenen Jahren stark geholfen. Mit Strecken wie von China nach Afrika oder nach Lateinamerika konnte man punkten. Laut Clark gab es an beiden Enden "fast keine Rezession". Die "schnellste Verbindung zwischen diesen Regionen", so der Konzernchef, habe vor allem Geschäftsreisende gesichert. Derzeit sehe der Konzern noch mehr vielversprechende Strecken. Lediglich die Kapazitäten, die man dazu benötigt, würden fehlen. Noch mehr Flugzeuge würde man füllen, wenn man sie hätte.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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