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Do, 09.02.2012
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pte20100311025 Unternehmen/Finanzen, Umwelt/Energie
BP bohrt für sieben Mrd. Dollar Golf von Mexiko an
Brasilien im Fokus - Deal mit US-Ölförderer Devon abgeschlossen
BP wagt Öl-Tiefseebohrungen in Brasilien (Foto: bp.com)
BP wagt Öl-Tiefseebohrungen in Brasilien (Foto: bp.com)

London/New York/Wien (pte025/11.03.2010/11:15) - Der Mineralölgigant BP http://bp.com hat sich für rund sieben Mrd. Dollar das Fördergeschäft des kleineren US-Konkurrenten Devon geschnappt. Mit dem Deal sichert sich der Konzern im Golf von Mexiko seine bislang unangefochtene Vormachtstellung. Aber auch weitere Quellen im Kaspischen Meer und an den Küsten Brasiliens sind so gesichert. Wie beide Unternehmen heute, Donnerstag, bekannt gaben, strebt man außerdem ein gemeinsames Joint Venture zur Verarbeitung von Ölsand in Kanada an. Devon hält daran 50 Prozent für 500 Mio. Dollar.

Großes Wachstumspotenzial

"Brasilien weist als eines der Nicht-OPEC-Länder das größte Wachstumspotenzial auf. Aber gerade bei Tiefseebohrungen an den Küstenbereichen muss man mit immensen Investitionen der Ölkonzerne rechnen", so Ölanalyst Alexander Pögl von JBC Energy http://jbcenergy.com gegenüber pressetext. Dem Branchenkenner nach zeichnet sich die Produktion in der Region zwar durch den kurzfristig hohen Output aus. Die Produktion ebbe aber relativ schnell wieder ab. Dennoch rechnet JBC für Brasilien mit jährlichen Nettozuwachsraten von fünf Prozent.

Wie das Wall Street Journal berichtet, konnte sich BP-Vorstandsvorsitzender Tony Hayward die Devon-Ressourcen vor allem aufgrund der schwacher Kapitaldecke des Konzerns sichern. So hat Devon längst nicht die finanziellen Möglichkeiten wie BP, parallel viele internationale Projekte zu realisieren. Mit dem Verkauf will sich Devon zukünftig eher auf eigene Onshore-Projekte in Nordamerika konzentrieren. BP erhält mit dem Geschäft Explorationsanrechte auf zehn brasilianische Tiefseeölfelder. Enthalten sind zudem 240 Pachten im Golf von Mexiko.

Kosten zwingen kleine Anbieter in die Knie

"Derzeit produziert Brasilien 2,8 Mio. Barrel Rohöl pro Tag. 2015 werden es 3,5 Mio. Barrel und 2020 bereits rund 4,1 Mio. Barrel täglich sein. Die Marktchancen sind demnach groß", so Pögl gegenüber pressetext. Der Zukauf macht BP noch stärker als das Unternehmen ohnehin schon ist. Gegenwärtig ist BP mit einer täglichen Produktionskapazität von 500.000 Barrel der größte Ölförderer der Region. Trotzdem müssen sich die Briten gegen Konkurrenten wie Petroleo Brasileiro und Petrobas sowie Rivalen wie BG Group oder Repsol-YPF behaupten.

Das Interesse an Brasilien und dem Golf von Mexiko soll BPs Marktexpertise im Bereich der aufwendigen Tiefseebohrungen stärken. Außerdem gestaltet sich der Zugang zu einfacher zu erschließenden Förderregionen im Nahen Osten zusehends schwierig. Da Offshore-Regionen zur Ölförderung immens kostenintensiv sind, streben vor allem finanzstarke Ölgroßkonzerne in das Geschäftsfeld. Denn Unternehmen wie Exxon Mobil, A.P. Moller-Maersk oder China National Offshore Oil können einige Jahre Entwicklungsarbeit finanziell leichter stemmen.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.austria
   
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