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pte20100309043 Umwelt/Energie, Forschung/Technologie
Mit Insekten gegen invasiven Knöterich
Eingeschleppte Pflanze verursacht Millionenschäden
Dieser kleine Blattfloh soll dem Staudenknöterich das Fürchten lernen (Foto: cabi.org)
Dieser kleine Blattfloh soll dem Staudenknöterich das Fürchten lernen (Foto: cabi.org)

London (pte043/09.03.2010/16:25) - Ein kleiner Käfer soll Großbritannien von einem unliebsamen Pflanzeneindringling befreien. Der japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica) ist eine ausdauernde und schnellwüchsige Pflanze, die seit ihrer Einfuhr als Zierpflanze jährlich Schäden von bis zu 180 Mio. Euro anrichtet. Forscher meinen nun, dass ein japanischer Blattfloh namens Aphalara itadori die Invasion stoppen könnte. In der EU ist es das erste Mal, dass ein natürlicher Fressfeind gegen eine invasive Pflanze eingesetzt wird.

Aphalori sorgt nämlich auch in Japan dafür, dass der Staudenknöterich sich nicht ungehindert ausbreiten kann. Mit ihrem sägeförmigen Legestachel legen die Weibchen ihre Eier sehr gerne in Staudenknöterich hinein. Die schlüpfenden Larven saugen an den Pflanzen und leben dann auch dort.

Eindringling wächst überall ungehindert

Ursprünglich wurde der Staudenknöterich im 19. Jahrhundert als Zierpflanze für Gärten und Parkanlagen eingeschleppt. Schon sehr bald danach war die Pflanze, die bis zu einen Meter im Monat wächst, auf der ganzen Insel Großbritannien weit verbreitet. Heimische Arten wurden durch die Staudenpflanze verdrängt. Erschwerend kommt hinzu, dass der Eindringling auch unter widrigen Bedingungen wächst und Beton- oder Teerbeläge aufbricht.

Bisher ist es den Behörden nicht gelungen, die Pflanze an ihrem Feldzug zu stoppen. Nun haben Forscher der Non-Profit-Organisation für Landwirtschaftsforschung Cabi http://www.cabi.org nach Lösungen gesucht und insgesamt 200 pflanzenfressende Insekten und 40 Pilze getestet, die als eventuelle Feinde die weitere Ausbreitung des Staudenknöterichs verhindern könnten. Ziel war es auch, einen Nahrungsspezialisten zu finden, der andere Spezies nicht oder kaum beeinträchtigt.

Erste Freilassung in wenigen Wochen

Mit Einsetzen des Frühlings soll an einigen Stellen mit der Aussetzung von Aphalori begonnen werden. "Diese kleinen Insekten, die sich in erster Linie vom Japanischen Staudenknöterich ernähren, wird die lokalen Behörden und Industrie davon befreien, etwas gegen die Ausrottung der schädlichen Pflanze zu unternehmen", gibt sich Naturschutzminister Huw Irranca-Davies überzeugt. Bei der International Conservation Union http://www.iucn.org wird die Pflanze als eine der 100 schlimmsten invasiven Arten genannt.

Weitere Informationen: http://www.cabi.org/japaneseknotweedalliance

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Wolfgang Weitlaner
Tel.: +43-1-81140-307
E-Mail:
pressetext.austria
   
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