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pte20100309013 Medizin/Wellness
London: Kritik an Behandlung von Terroropfern
Zugang zu psychologischer Betreuung soll verbessert werden
London (pte013/09.03.2010/10:00) - Psychologen des University College London http://www.ucl.ac.uk haben laut eigenen Angaben hunderte Überlebende der Bombenexplosionen in London gegen das posttraumatisches Stresssyndrom behandelt. Mehr als ein Drittel der 1.000 identifizierten Überlebenden brauchten Hilfe bei der Überwindung dieser schrecklichen Ereignisse. Nur wenige wurden jedoch von ihrem Arzt für eine entsprechende Behandlung weiter überwiesen. Chris Brewin ist gemeinsam mit seinem Team überzeugt, dass Programme für eine psychologische Betreuung in Zukunft bereits automatisch bei den möglichen Auswirkungen von Katastrophen oder Terrorangriffen berücksichtigt werden sollten. Das aktuelle Programm wurde vom britischen Gesundheitsministerium finanziert. Brewin betonte, dass ohne dieses Programm noch heute hunderte Menschen als Folge dieser Terrorangriffe an posttraumatischem Stress oder anderen psychologischen Problemen leiden würden. Spezielle Behandlung Viele der Überlebenden hätten darüber geklagt, dass die praktischen Ärzte ihr Leiden weder erkannten noch behandeln konnten. Brewin erklärte, dass man sich in derart extremen Situationen nicht auf praktische Ärzte und die Primärversorgung verlassen könne. Nur vier Prozent der von den Psychologen kontaktierten Patienten waren von ihrem Arzt für eine spezielle Behandlung weiter überwiesen worden. Von den 189 jetzt behandelten Menschen berichtete der überwiegende Großteil von einer deutlichen Verbesserung ihres Zustandes. Zugang zu psychologischer Betreuung verbessern Derart schreckliche Erfahrungen führen laut Brewin zu Alpträumen, Flashbacks, und einem erhöhten Gefühl der Bedrohung. Es sei absolut wichtig, diese Menschen nicht zu lange mit ihren Problemen allein zu lassen. Ein posttraumatisches Stresssyndrom könne sich ohne Behandlung über Jahre hinziehen. Phil Hope, der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, sagte laut BBC zu, dass alle, die Hilfe brauchten, sie auch weiterhin vom NHS http://www.nhs.uk erhalten würden. Das Ministerium versucht derzeit, den Zugang zu psychologischer Betreuung zu verbessern. Bis April 2011 sollen alle Erstversorgungszentren zumindest über ein entsprechendes Angebot verfügen. Details der Ergebnisse wurden im Fachmagazin Psychological Medicine http://journals.cambridge.org/action/displayJournal?jid=PSM veröffentlicht. (Ende)
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