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Fr, 10.02.2012
pte20100224023 Unternehmen/Finanzen, Computer/Telekommunikation
Telekom Austria: "Neustrukturierung ist kein Jobabbauprogramm"
Marktführer schafft Rückkehr in die schwarzen Zahlen
Wien (pte023/24.02.2010/13:34) - Die Telekom Austria (TA) hat mit der Rückkehr in die Gewinnzone ein solides Vorjahresergebnis erzielt. In Zukunft setzt der Konzern durch die Zusammenführung der Festnetz- und Mobilfunksparte nun jedoch auf eine grundlegend neue Strategie. Darüber hinaus läuft bereits seit Mitte 2008 ein Restrukturierungsprogramm. Nach TA-Angaben haben dabei 594 Mitarbeiter den Sozialplan angenommen und das Unternehmen verlassen, während 887 Beschäftigte per 31. Dezember 2009 freigestellt wurden. Die Integration von Fest- und Mobilnetz unter einem Dach "ist aber kein Stellenabbauprogramm", versichert TA-CEO Hannes Ametsreiter gegenüber pressetext. Kein Stellenabbau 2010 "Wir müssen uns überlegen, wie der Markt 2015 aussehen wird und wie wir uns aufstellen müssen. In der Integration glauben wir, eine gute Antwort auf diese Fragen gefunden zu haben", meint Ametsreiter. Bereits in diesem Jahr soll die organisatorische Fusion der beiden Bereiche umgesetzt werden. 2010 sei aber kein Stellenabbau vorgesehen. Die Optimierung der Prozesse und die Zusammenlegung der technischen Systeme würden längere Zeit in Anspruch nehmen. Der Betriebsrat der mobilkom austria hatte im Vorfeld angekündigt, der Zusammenführung nur bei einer Jobgarantie über 2010 hinaus zuzustimmen. Im Aufsichtsrat verfügen die Arbeitnehmervertreter aber über zu wenige Stimmen, womit der Fusion zugestimmt wurde. So werde der Konzern schlanker aufgestellt, klar strukturiert sowie am Markt orientiert und nicht an Technologien. Dabei stehe der Kunde bzw. die steigende Nachfrage nach integrierten Kommunikationslösungen und konvergenten Produkten im Mittelpunkt. Im Business-Segment habe die TA mit Kombipaketen aus den Bereichen Mobilfunk, Festnetz und Internet bereits in diese Kerbe geschlagen. Nachzügler in Europa Nun wolle man Synergien in internen Prozessen nutzen, um die Innovationskraft des Unternehmens zu steigern. Mit der Neustrukturierung ist die TA in Europa aber ein Nachzügler. Österreich ist neben Bosnien oder Griechenland eines der wenigen Länder, in dem eine Integration bisher noch nicht erfolgt ist. "Mit den Kombipaketen waren wir Vorreiter in Europa", so Ametsreiter. In der Organisationsstruktur werde nun nachgezogen. In der Schweiz und in Deutschland wurde dieser Schritt durch die Swisscom vor einigen Jahren bzw. die Deutsche Telekom vor rund einem Jahr hingegen bereits durchgeführt. Die Fusion der beiden Sparten stelle keine Übernahme dar, sondern "eine Zusammenführung von zwei starken Einheiten", meint Hans Tschuden, stellvertretender Generaldirektor der TA, im pressetext-Gespräch. Dem werde durch die Umbenennung des Unternehmens in "A1 Telekom Austria" Rechnung getragen. 2010 gehe man von Integrationskosten in Höhe von rund 180 Mio. Euro aus. Dem stehe in Folge ein erwarteter Cash-Flow-Effekt von 100 Mio. Euro pro Jahr gegenüber. Anstieg bei Festnetzanschlüssen Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe sich gezeigt, dass die Telekommunikationsindustrie eine stabile Branche sei, wenngleich sie sich von der wirtschaftlichen Entwicklung nicht abkoppeln könne. "Die Ziele, die wir uns für 2009 gesetzt haben, konnten alle erreicht werden", erläutert Tschuden. Zwar seien die Zahlen durch die Restrukturierungsrückstellungen beeinflusst. Mit einem Ergebnis von 95 Mio. Euro schrieb die TA nach dem Vorjahresverlust von 48 Mio. Euro aber wieder einen Gewinn. Der TA-Umsatz sank um 7,1 Prozent auf rund 4,8 Mrd. Euro. Die Nettoverschuldung konnte um 380 Mio. auf 3,6 Mrd. Euro gesenkt werden. Während die Marktanteile in der Mobilfunksparte "in allen Ländern ausgebaut" worden seien, habe sich der Trend zum Anschluss-Rückgang beim Festnetz deutlich verlangsamt. Im vierten Quartal habe das Unternehmen erstmals seit mehr als zehn Jahren sogar ein Wachstum bei Festnetz-Anschlüssen verzeichnet. Gleichzeitig seien die operativen Aufwendungen in beiden Bereichen "massiv" gedrosselt worden. Die Pressekonferenz wurde von ptv, dem WebTV von pressetext, live über die Homepage der Telekom Austria http://www.telekomaustria.com übertragen. (Ende)
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