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Di, 07.02.2012
pte20100216014 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen
Paid Content: Mehr User-Zuspruch als erwartet
Neue Nielsen-Studie macht Zeitungen Mut
London (pte014/16.02.2010/11:00) - Die Voraussetzungen für Online-Bezahlinhalte sind offenbar besser als bisher gedacht. Laut einer neuen internationalen Nielsen-Studie zeigt sich zumindest ein Drittel aller 27.000 Befragten bereit, für den Zugang zu Zeitungen im Web zu bezahlen. Die Ergebnisse machen der Zeitungsbranche Mut, denn vorangegangene Befragungen waren deutlich nüchterner ausgefallen (pressetext berichtete; http://www.pressetext.com/news/090922037/). 58 Prozent der Nutzer sagten, sie wollten nicht für Inhalte zahlen. Dem gegenüber stehen acht Prozent, die schon jetzt ein oder mehrere Bezahlabos haben. Insgesamt zeigten User unter 35 Jahren mehr Verständnis für Paid Content als ältere Befragte, berichtet die Financial Times. Qualität gefragt "Viele Konsumenten sind bereit für Inhalte zu zahlen, in denen sie einen hohen Wert sehen und nach wie vor wird die Qualität professionellen Contents Amateur-Inhalten vorgezogen", sagt Nic Covey, der die Nielsen-Studie durchgeführt hat. Während einerseits vom Ende der Nachrichtenmedien die Rede sei, erweise sich die Zahlungsbereitschaft von fast der Hälfte der Konsumenten als sehr vielversprechend, meint Covey. Verlage trauen sich Trotz Bedenken über die tatsächlichen Erfolgchancen von Paid Content wagen immer mehr Verlage, langsam auch im deutschsprachigen Raum, den Schritt hin zu Bezahlangeboten. So plant etwa Axel Springer die Einführung von Paid Content und zuletzt startete das österreichische Wirtschaftsblatt mit einem Freemium-Modell (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/news/100202025/). Hoffnung in Sachen Zahlungsbereitschaft wecken nicht zuletzt neue mobile Lesegeräte wie iPad und Co. "Die Lesegeräte bieten vielerlei Potenziale und Chancen für Zeitungsverlage. Sie können neue Zielgruppen in anderen Situationen als der klassischen Web- oder Printnutzung erreichen, ohne das stationäre Webangebot zu kannibalisieren", meint Holger Kansky vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger gegenüber pressetext. Die Verlage würden einen zusätzlichen Distributionskanal gewinnen und zudem deutlich an Vertriebskosten sparen. Allgemeine Zahlungsbereitschaft gering Während zwar mittlerweile offenbar mehr Menschen bereit sind, für Nachrichten im Netz zu zahlen, ist die allgemeine Zahlungsbereitschaft weiterhin sehr gering. 85 Prozent sagen, dass derzeit kostenlose Inhalte auch kostenlos bleiben müssen. Am ehesten würden Konsumenten laut Nielsen für TV-Serien, Filme, Musik und Games im Internet bezahlen. Außerdem würden mehr Leute für Online-Magazine als für Online-Zeitungen zahlen. Was die Abrechnungsmethoden betrifft, sprach sich die Mehrheit für Micropaymentsysteme aus. Außerdem will mehr als ein Drittel keinerlei Werbung mehr im Umfeld von Bezahlinhalten zu sehen bekommen. (Ende)
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