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pte20100209015 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
UBS: US-Steuergutschrift rettet viertes Quartal
Bröckelndes Bankgeheimnis und hohe Mittelabflüsse belasten
Quartalszahlen in der Kritik (Foto: ubs.com)
Quartalszahlen in der Kritik (Foto: ubs.com)

Zürich/Basel/Eppstein (pte015/09.02.2010/10:45) - Die zu den größten Vermögensverwaltern zählende Schweizer Großbank UBS http://ubs.com schreibt nach vier Verlustquartalen wieder schwarze Zahlen. Wie das Institut bekannt gab, hat dies jedoch keinen positiven Einfluss mehr auf die verlustreiche Gesamtbilanz 2009. Denn der Steuerstreit mit den USA und das bröckelnde Bankgeheimnis in der Schweiz haben bewirkt, dass immer mehr Kunden Vermögen abziehen. Trotzdem beträgt der Überschuss im vierten Quartal 1,205 Mrd. Franken (800 Mio. Euro). Insider hatten mit einem Reingewinn von 326 Mio. Franken gerechnet. Der Jahresverlust reduzierte sich von 21 Mrd. auf 2,7 Mrd. Franken.

Kundenvertrauen schwindet

"So gut die Zahlen auf den ersten Blick auch aussehen, so muss man doch relativierend sagen, dass die Bank weiter erhebliche Probleme hat, den Neugeldabfluss zu verringern. Zudem hat man sich tot gespart und - ähnlich der Deutschen Bank - erheblich von einer Steuergutschrift aus den USA profitiert", so Insider Heino Ruland vom gleichnamigen Research-Unternehmen http://ruland-research.de auf Anfrage von pressetext. Dem Branchenexperten nach sollten die aktuellen Geschäftszahlen daher nicht überinterpretiert werden. Das operative Umfeld gestalte sich nach wie vor "schwierig". Von einer Krisen-Überwindung könne noch keine Rede sein.

Obwohl sich die UBS mit ihren aktuellen Quartalszahlen vom Absturz 2008 allmählich erholt (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/080401021/), steigt der Nettogeldabfluss weiter und beträgt für die vergangenen drei Monate 56,2 Mrd. Franken, doppelt so viel wie Analysten prognostiziert hatten. In den drei Quartalen zuvor zogen die Kunden netto 91 Mrd. Franken ab. Allein die prestigeträchtige Sparte Wealth Management & Swiss Bank büßte 33,2 Mrd. Franken ein. Dazu kommen zwölf Mrd. im Wealth Management Americas und elf Mrd. Franken im Global Asset Management. Die UBS verwaltet aber noch immer 2,2 Bio. Franken

Weitere Einschnitte in Sichtweite

Die Rückkehr in die Gewinnzone darf demnach nicht überinterpretiert werden, sondern muss im Rahmen niedriger Kosten und Steuergutschriften in den USA über 480 Mio. Franken gesehen werden. Zudem erwirtschaftete die Sparte, die die Bank fast in den Abgrund gerissen hatte, im vierten Quartal einen Vorsteuergewinn von 297 Mio. Franken - und das nach einem Verlust in der Größenordnung von 1,37 Mrd. Franken im Vorquartal. UBS-Chef Oswald Grübel will die Nettogeldabflüsse nun stoppen und weiter einsparen. So reduzierte man den Personalbestand 2009 um 16 Prozent auf 65.233 Mitarbeiter und kündigte weitere Schritte an.

(Ende)

Aussender: pressetext.schweiz
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.schweiz
   
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